Der Traum von neuen Zähnen in einem Tag

Morgens in die Praxis gehen und noch an demselben Tag mit dem neuen, festen Implantat-Zahnersatz wieder nach Hause kommen – das wünschen sich viele Patienten mit fehlenden Zähnen. Durch massive Werbekampagnen und Berichterstattungen in den Medien wird suggeriert, dass „Feste Zähne in einer Stunde“ oder „Feste Zähne an einem Tag“ jederzeit möglich und der Standard seien. Doch dabei handelt es sich häufig um eine unseriöse Irreführung.

Die Angst vor dem zahnlosen Lächeln

Zahnlücke füllen vorher
Unabhängig davon, ob ein einzelner Zahn fehlt, mehrere Zähne fehlen oder der Kiefer komplett zahnlos ist, werden mit einer implantologischen Behandlung die für den Patienten komfortabelsten Ergebnisse erzielt. Dabei werden Implantate als künstliche Zahnwurzeln eingesetzt, auf denen sich der Zahnersatz sicher befestigen lässt. Die Behandlung kann je nach individueller Ausgangslage insgesamt einige Monate dauern.

Die Aussicht auf einen längeren Behandlungszeitraum wirkt auf viele Betroffene zunächst abschreckend. Es besteht die Sorge, womöglich über Wochen und Monate zahnlos bzw. mit auffälligen Zahnlücken leben zu müssen – und das bei Suppe und Breikost. Die Chance, Implantate und den fertigen Zahnersatz an einem Tag zu erhalten, scheint sehr verführerisch. Dabei sind diese Ängste unbegründet: Kein Patient sieht während einer Behandlung entstellt aus oder muss hungern. Zudem besteht die Möglichkeit einer Sofortversorgung ohne Sofortbelastung. Doch was genau bedeutet das?

Sofortversorgung

Zahnlücke füllen nachher

Nach dem Zähne ziehen sofort das Implantat setzen

Voraussetzung für einen langfristigen, dauerhaften Behandlungserfolg ist die sichere Einheilung der Implantate: Das Implantat geht eine feste, knöcherne Verbindung mit dem Kieferknochen ein, die sogenannte Osseointegration. Dieser Prozess braucht seine Zeit, in der das Implantat vor starken Belastungen und Bewegungen geschützt werden sollte. Geschieht dies nicht, kann es zu einer Traumatisierung und in der Folge schlimmstenfalls zu einem Implantatverlust kommen.

Bei der Sofortversorgung wird direkt nach dem Einsetzen auf den Implantaten ein provisorischer Zahnersatz fixiert. Das kann z.B. eine Krone auf einem Einzelzahnimplantat oder – bei mehreren fehlenden Zähnen – auch eine Brücke sein. Das Provisorium wird aus zahnfarbenem Kunststoff individuell angefertigt und sorgt vor allem im sichtbaren Frontzahnbereich für eine adäquate Ästhetik während der Einheilzeit. Durch die Formgebung des Provisoriums kann sichergestellt werden, dass die darunterliegenden Implantate beim Kauen nicht funktionell belastet werden: Es findet kein Kontakt zu den Zähnen im gegenüberliegenden Kiefer statt (engl. non occlusion). Nach einer bestimmten Zeit kann dann der endgültige Zahnersatz befestigt werden.

Ob ein Konzept zur Sofortversorgung mit guter Prognose realisierbar ist, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Die Qualität und das Volumen des Kieferknochens, in den das Implantat eingedreht wird, sind entscheidend. Außerdem muss das Implantat mit einem ausreichenden Drehmoment eingebracht werden (ab 25 Ncm). Nur so wird gleich zu Beginn die benötigte Stabilität des Implantats erreicht.

Sofortbelastung

sofortbelastung sofort belastbare zahnimplantate

Sofort belastbare Zahnimplantate

Eine Sofortbelastung besteht, wenn nach einer Implantation Zahnersatz mit der endgültigen, bereits auf die Gegenzähne angepassten Form eingegliedert wird. Die beim Kauen entstehenden Kräfte werden so direkt in das Implantat und den umgebenden Kieferknochen geleitet. Experten sind sich einig, dass eine solche Sofortbelastung nur sehr selten sinnvoll ist. Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e. V. – ebenso wie andere nationale und internationale Fachgesellschaften – warnt davor, dass bei einer zu frühen Belastung der Misserfolg der Behandlung vorprogrammiert ist. Für den betroffenen Patienten kann das mit viel Kummer und Leid einhergehen: Nicht nur gesundheitliche Einschränkungen wie Schmerzen sind zu verkraften, sondern auch das für den Eigenanteil an den Behandlungskosten investierte Geld ist verloren. Den am Kiefer entstandenen Schaden wieder zu beheben und die Zahnlücke neu zu versorgen, kostet noch mehr Zeit und Geld.

Empfehlung

Spezialist für Implantologie - Dr. Mintert DGZI GBOI

Implantatgetragener Zahnersatz ist die hochwertigste und komfortabelste Versorgungsmöglichkeit bei fehlenden Zähnen – vorausgesetzt der behandelnde Zahnarzt bzw. Implantologe stellt einen exakt auf die individuelle Mundsituation des Patienten abgestimmten Behandlungsplan auf. Pauschallösungen gibt es in der Implantologie nicht, vollmundige Werbeversprechen und Lockangebote sind mit Vorsicht zu genießen. Der verantwortungsvolle, vertrauenswürdige Zahnarzt und Implantologe klärt den Patienten umfassend und verständlich über die Möglichkeiten der Sofortversorgung sowie die Unterschiede zu einer Sofortbelastung auf. Und er wird Letztere nur in absoluten Ausnahmefällen als Behandlungsoption zur Wahl stellen.

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