Es gibt eine nahezu unüberschaubare Vielfalt an Zahnimplantat-Typen auf dem Markt. In den allermeisten Fällen verwenden Deutschlands Implantologen enossale Implantate,  wobei enossal mit  „innerhalb des Knochens“ übersetzt wird. Enossale Implantate werden also in den Knochen inseriert, wo sie fest mit ihm verwachsen. Dort bilden sie das sichere Fundament für Zahnkronen, Zahnbrücken oder Zahnprothesen.

Wir haben hier die wichtigsten Informationen zu den „künstlichen Zahnwurzeln“ für Sie zusammengestellt.

 

Im Wesentlichen unterscheiden wir bei Implantat Arten nach

 

  • zwei- und einteiligen Implantaten
  • Implantatformen
  • Implantatmaterial

 

Welche Implantate am besten für Sie geeignet sind entscheidet unser Experte für Implantologie gemeinsam mit Ihnen nach einer umfassenden Diagnostik.

 

Zwei- und einteilige Implantate

Zweiteilige Implantate

Die am häufigsten verwendeten Implantate sind zweiteilig. Sie bestehen aus dem Implantatkörper und dem Implantataufbau (Abutment).

 

Der Implantatkörper ist der Teil des Implantats, der in den Knochen eingebracht wird. Dort übernimmt er die Funktion der Zahnwurzel. Nach der vollständigen Einheilung wird der Implantkörper mit dem Implantataufbau (Abutment) verbunden. Dies geschieht entweder durch Zementieren oder Verschrauben.

 

Das Abutment ist die Schnittstelle zwischen dem individuell wählbaren Implantatkörper und dem sichtbaren Teil des Zahnersatzes (Suprakonstruktion). Neben standardisierten konfektionierten Aufbauteilen in vielen verschieden Formen setzen wir in der Zahnklinik Herne individuelle Abutments ein. Diese werden mithilfe hochmoderner CAD/CAM-Systeme für Sie gefertigt.

 

Durch die Kombinierbarkeit verschiedener Implantat- und Abutmenttypen können wir mit zweiteiligen Implantaten sehr individuelle Behandlungskonzepte realisieren.

Einteilige Implantate

Bei einteiligen Implantaten sind Implantatkörper und Implantataufbaustück (Abutment) „aus einem Guss“. Das Abutment ragt bei dieser Variante während der Einheilung aus dem Zahnfleisch heraus. Dadurch ist die Gefahr einer zu starken vorzeitigen Belastung erhöht – mit entsprechend negativen Auswirkungen auf den Einheilungsprozess.

Einteilige Implantate haben einen kleineren Anwendungsrahmen als zweiteilige Implantate, weil ihnen die Kombinierbarkeit von Implantatkörper und Abutment fehlt. Dennoch stellen sie bei bestimmten Indikationen eine hervorragende Lösung dar. Häufig setzen wir die relativ kostengünstigen einteiligen Implantate für die Befestigung von provisorischem Zahnersatz oder für den Ersatz kleinerer Zähne ein.

Unterscheidung nach Implantatform

 

Schraubenimplantate – meist die erste Wahl

Schraubenimplantate mit Gewinde sind die in der modernen Zahnmedizin am häufigsten eingesetzten Implantate. Herkömmliche Schraubenimplantate werden in ein zuvor in den Knochen gefrästes Loch in Normgröße eingeschraubt. Andere Schraubenimplantat-Typen verfügen über ein selbstschneidendes Gewinde und können deshalb ohne vorherige Lochfräsung in den Kieferknochen eingedreht werden. Dies macht den Eingriff noch schonender als er heute dank der computernavigierten Implantologie sowieso schon ist.

 

Hohlzylinderimplantate – nur in einigen Fällen die besser Wahl

Hohlzylinderimplantate haben kein Gewinde, sondern werden mit leichten Klopfbewegungen in den Kieferknochen „geschlagen“. Auch hierfür schafft der Zahnarzt zunächst einen Hohlraum in Normgröße. Der Vorteil der glatten Hohlzylinderimplantate liegt in ihrer relativ großen Kontaktfläche zum Knochen. Leider wird der Knochenanteil, der sich im Inneren des Zylinders befindet, weniger gut so durchblutet. Aus diesem Grund ist das Hohlzylinderimplantat nur in bestimmten Fällen die bessere Wahl.

 

Mini-Implantate – eine gute Lösung bei sehr geringem Knochenangebot

Mini-Implantate, auch Schmalkieferimplantate genannt, haben mit durchschnittlich 2,3 mm einen deutlich geringeren Durchmesser als Standardimplantate (ab 3 mm). Sie sind einteilig, um trotz ihrer vergleichsweise geringen Größe eine gute Stabilität zu gewährleisten. Zur Stabilität trägt auch ihr Material bei. Anders als herkömmliche Metall-Implantate bestehen Mini-Implantate nicht aus Reintitan, sondern aus etwas stabileren Titanlegierungen. Eine Materialverstärkung ist wichtig, weil die Mini-Implantate ja weniger tief im Knochen sitzen und so stärker belastet werden.

 

Die innovativen Mini-Implantate setzen wir in Herne häufig zur Befestigung von Vollprothesen oder für den Ersatz kleinerer Frontzähne ein. Als sogenannte „Interimsimplantate“ (Zwischenimplantate) können Mini-Implantate auch den Sitz von provisorischen Brücken und Zahnprothesen deutlich verbessern. Oft werden Miniimplantate gleichzeitig mit den endgültigen Implantaten inseriert, die dann geschützt und belastungsfrei einheilen können.

 

Miniimplantate sind weniger flexibel einsetzbar als herkömmliche Implantate und nur bei bestimmten Indikationen angezeigt. Im Rahmen ihrer Anwendungsmöglichkeiten stellen sie jedoch eine hervorragende Versorgung dar. Als nachteilig können sich die Metalllegierungen erweisen, die in seltenen Fällen nicht vertragen werden.

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