Unter dem Fachbegriff Anamnese verstehen wir die systematische medizinische Erfassung der Krankengeschichte“ eines Patienten. Die Anamnese bildet die Grundlage der guten zahnmedizinischen Diagnostik. Mit speziellen Fragestellungen werden nicht nur die akuten Symptome von Erkrankungen des Kauapparates, sondern auch Hintergrundinformationen zu allen Vorerkrankungen erfasst. Dieser Blick über den Tellerrand stellt sicher, dass nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen von Erkrankungen des Kauapparates behandelt werden. Außerdem lassen sich mit Hilfe der Anamnese eventuelle Risikofaktoren im Vorfeld von Behandlungen ausmachen.

Wie wird eine Anamnese durchgeführt?

Es gibt kein festgeschriebenes Vorgehen für die Erfassung der individuellen Krankengeschichte. Manchmal bittet der Zahnarzt seine Patienten, vor dem ersten Praxisbesuch den sogenannten Anamnesebogen mit allgemeinen und fachspezifischen Gesundheitsfragen auszufüllen. Dieser Dokumentationsbogen kann sich sowohl inhaltlich als auch formal von Zahnarzt zu Zahnarzt unterscheiden. In anderen Fällen befragt der Zahnarzt den Patienten direkt und füllt dabei den Bogen selbst aus. Gerade bei ausgeprägten Zahnproblemen oder vor größeren (auch oralchirurgischen) Eingriffen hat diese Methode den Vorteil, dass der Zahnarzt auch tatsächlich alle Antworten erhält, die er benötigt.

Mit infoscop® am Puls der ZeitDie Zahnklinik Herne arbeit im Bereich der Anamnese mit dem Programm infoskop®, das in Kombination mit dem iPad die Kommunikation mit unseren Patienten deutlich erleichtert. Mit infoscop®

  • erfassen und aktualisieren wir die Anamnese-Daten unserer Patienten
  • erklären wir unsere Leistungen, Behandlungskonzepte und Kosten – unter anderem auf Basis von Röntgenaufnahmen, Illustrationen, Videos und anderen Befund-materialien – auch direkt im Behandlungsraum
  • erstellen wir rechtskonforme Gesprächsprotokolle, die von den Patienten unterzeichnet und auf Wunsch per E-Mail an sie weitergeleitet werden können.

Infoscop® stellt nicht nur eine digitale Revolution im Bereich der Anamnese dar, sondern unterstützt uns aus unser Bemühen, möglichst papierlos und umweltfreundlich zu arbeiten.

Wer führt die Anamnese durch?

Zahnarzt Anamnese

Das erörternde Anamnesegespräch mit dem Patienten führt bei uns in der Regel die geschulte Verwaltungsfachkraft durch, wobei der Zahnarzt häufig noch einmal nachfragt.

Manche Patienten scheuen sich, über ihre allgemeinen Erkrankungen zu sprechen. Deshalb ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Zahnarztpraxis und Patient äußerst wichtig. Sie können sicher sein, dass Ihr Anamnese-Gespräch bei uns in einem sehr angenehmen und ruhigen Umfeld stattfinden wird.

Wie läuft ein Anamnese – Gespräch ab?

Meist wird der Patient zunächst gebeten, frei über seine Vorerkrankungen zu sprechen. Anschließend stellt der Zahnarzt präzise Fragen, um mehr Hintergrundinformationen zu den vorgetragenen Gesundheitsproblemen zu bekommen. Dabei können auch konkrete Ereignisse z. B. Unfälle oder Gewohnheiten wie Tabak- und Alkoholkonsum eine Rolle spielen.

Was wird bei einer Anamnese abgefragt?

Viele Menschen suchen Ihren Zahnarzt aufgrund von akuten Problemen und Schmerzen mit ihrem Kauapparat auf. In diesen Fällen bittet der Zahnarzt seine Patienten mit W-Fragen wie zum Beispiel „Wo tut es weh?“ oder „Wie lange haben Sie schon Schmerzen?“, ihre Symptome genau zu beschreiben.

Fragen zu den akuten Problemen werden also stets zuerst abgefragt, da sich aus den entsprechenden Antworten ein sofortiger Handlungsbedarf ergeben kann.

Den Fragen zum akuten Befinden folgen in der Regel allgemeine Fragen zu Vorerkrankungen sowie deren Verlauf. Diese Art der allgemeinen Anamnese kann auch Fragestellungen zur Einnahme von Medikamenten, familiären Vorbelastungen, Lebensstil, Ernährungsgewohnheiten sowie zu psychischen Problemen beinhalten. Bei diesen Fragestellungen steht nicht nur die “Ursachensuche”, sondern auch die Einschätzung von Risikofaktoren im Vordergrund. So kann beispielsweise der Konsum von Tabak im Vorfeld von Implantationen den Implantations-Erfolg gefährden. Selbst die Antwort auf die Frage nach dem ausgeübten Beruf kann für den Zahnarzt wichtig sein. Manche Berufe führen zu starken Belastungen von Gelenken und Muskeln sowie zu Haltungsschäden, die wiederum mit Fehlfunktionen in den Kiefergelenken zusammenhängen können.

Je ehrlicher der Patient die Fragen des Zahnarztes beantwortet, desto wahrscheinlicher wird die anschließende Therapie erfolgreich verlaufen.

Wann wird auf eine Anamnese verzichtet?

Eine gründliche Anamnese bildet die Grundlage für jede erfolgreiche Behandlung beim Zahnarzt. Manchmal gebietet es jedoch einfach die Situation, auf eine ausführliche Befragung zu verzichten. So zum Beispiel, wenn ein Notfall vorliegt, bei dem der Patient einen Zahn verloren hat oder unter unerträglichen Schmerzen leidet.

Was kommt nach der Anamnese?

Die Anamnese bildet einen wichtigen Grundpfeiler der Diagnostik, dem weitere moderne diagnostische Verfahren folgen. Hierzu gehören unter anderem

  • die klassische Munduntersuchung
  • verschiedene bildgebende Verfahren (Röntgen, 3D-Röntgen / DVT, CT)
  • die Funktionsanalyse (bei Problemen mit den Kiefergelenken) sowie
  • weitere spezielle diagnostische Verfahren, zum Beispiel im Rahmen der Behandlung von Karies und Parodontitis („Parodontose“).

Anamnese und Diagnostik ermöglichen dem Zahnarzt, die richtigen therapeutischen Maßnahmen zu ergreifen. Diese werden selbstverständlich im Vorfeld ausführlich mit Ihnen besprochen. Wenn es einen Zusammenhang zwischen der Erkrankungen Ihres Kauapparates und den von Ihnen in der Anamnese gemachten Angaben gibt, werden wir Sie darüber informieren. Manche Patienten sind über diese Zusammenhänge sehr erstaunt, doch ist die Kenntnis darüber sehr wichtig, wenn es beispielsweise darum geht, Lebensgewohnheiten im Sinne der Gesundheit des Kauapparates zu ändern.

Haben Sie noch Fragen zum Thema Anamnese? Dann rufen SIe uns doch einfach an oder vereinbaren einen Termin mit uns.

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