Leistung
Implantologie

All-on-4 ®

Schöne, feste dritte Zähne auf nur 4 Implantaten an einem einzigen Tag und das am liebsten ohne vorherigen Knochenaufbau? Das wünschen sich viele Patienten der Praxisklinik Herne. Die erfreuliche Nachricht: Dank des All-on-4 ® – Behandlungskonzeptes rückt die Erfüllung dieses Traumes in greifbare Nähe. Schnell, sicher und kostengünstiger als die meisten anderen Versorgungen auf Implantaten.

Im Überblick

Das All-on-4 ® Konzept

Schöne, feste dritte Zähne auf nur 4 Implantaten an einem einzigen Tag und das am liebsten ohne vorherigen Knochenaufbau? Das wünschen sich viele Patienten der Praxisklinik Herne. Die erfreuliche Nachricht: Dank des All-on-4 ® – Behandlungskonzeptes rückt die Erfüllung dieses Traumes in greifbare Nähe. Schnell, sicher und kostengünstiger als die meisten anderen Versorgungen auf Implantaten.

In einer einzigen Behandlungssitzung

  • entfernen wir, falls noch vorhanden, Ihre nicht mehr erhaltungswürdigen Zähne,
  • inserieren die notwendigen vier bis sechs Zahnimplantate und
  • versorgen diese sofort mit einem funktionalen, perfekt sitzenden provisorischen Zahnersatz.

Hierbei ist sowohl festsitzender als auch herausnehmbarer Zahnersatz denkbar. Sichere Grundlage der All-on-four / six – Methode sind eine hochmoderne 3D-Röntgendiagnostik (DVT) und eine computerbasierte 3D-Implantatplanung im Vorfeld der Behandlung.

Die Revolution der Ganzkieferversorgung

Entwicklung und wissenschaftlicher Hintergrund

Das All-on-4®-Konzept wurde 1998 von dem portugiesischen Implantologen Prof. Dr. Paulo Maló in Zusammenarbeit mit Nobel Biocare (Zürich, Schweiz) entwickelt. Die erste Pilotstudie erschien 2006 im Journal „Clinical Implant Dentistry and Related Research“ und zeigte erstmals systematisch, dass zahnlose Kiefer mit nur vier Implantaten – zwei frontal gerade und zwei posterior geneigt positioniert – erfolgreich versorgt werden können, ohne auf aufwendige Knochenaufbauverfahren zurückgreifen zu müssen. Dokumentiert an 46 Patienten mit 189 Implantaten zeigte sich eine beeindruckende 1-Jahres-Überlebensrate von 98,9 %.

Die Grundidee war radikal: Anstatt die natürliche Zahnverteilung 1:1 mit axial gesetzten Implantaten nachzubilden (was im atrophierten Kiefer oft einen Sinuslift oder vertikalen Knochenaufbau erfordert), nutzt All-on-4® die verbliebenen knöchernen Strukturen maximal aus. Die strategische Neigung der posterioren Implantate um 30–45° nach distal ermöglicht es, anatomische Hindernisse wie die Kieferhöhle im Oberkiefer oder den Nervus alveolaris inferior im Unterkiefer zu umgehen und gleichzeitig eine ausreichende anteroposteriore Abstützung (AP-Spread) für die prothetische Versorgung zu schaffen.

Nobel Biocare entwickelte parallel dazu das Nobel Guide™-System – eine computergestützte Planungssoftware, die auf Basis dreidimensionaler Röntgendaten (DVT/CBCT) die präzise virtuelle Implantatplatzierung ermöglicht und mittels 3D-gedruckter Bohrschablonen in die chirurgische Realität überführt. Diese Kombination aus innovativem Behandlungskonzept und digitaler Technologie machte All-on-4® zum ersten volldigitalisierten Ganzkieferprotokoll.

Heute, über 20 Jahre später ist All-on-4® ein von internationalen Fachgesellschaften anerkanntes Behandlungsverfahren – und millionenfach durchgeführt.

State of the art

Das innovative Comfour™ System

All on 4 wurde seit seiner Erfindung im Jahr 1998 mit der Zeit zu einem sehr großen Erfolg. Aus diesem Grunde setzen heute verschiedene Hersteller mit jeweils eigenen Implantatsystemes auf dieses bahnbrechende Verfahren.

Die Praxisklinik Herne arbeitet vor allem mit Comfour™, einem System der Firma CAMLOG Biotechnologies AG. CAMLOG gilt als einer der führenden Hersteller für dentale Implantologie-Systeme, die sich sowohl hinsichtlich ihrer guten Anwendbarkeit als auch ihrer ausgezeichneten Qualität von anderen Systemen abheben. Und das nicht ohne Grund. Das Unternehmen CAMLOG legt allergrößten Wert auf kontinuierliche Forschung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit weltweiten Experten der Zahnimplantologie. Durch regelmäßige Fortbildungsseminare lässt CAMLOG seine Kunden stets an seinem “frischen Know-how” teilhaben. CAMLOG zeichnet sich zudem durch ein Angebot individuell auf den Bedarf zugeschnittener Implantat-Lösungen aus, die kontinuierlich an die neuesten Forschungsergebnisse angepasst werden.

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Indikationen / Kontrakindikationen

Für wen eignet sich All-on-4®?

Das All-on-4®/All-on-6®-Konzept mit dem Comfour™-System ist für Patientinnen und Patienten gedacht, die sich einen festsitzenden, sofort belastbaren Zahnersatz für einen ganzen Kiefer wünschen – ohne aufwendigen Knochenaufbau und ohne lange Einheilphase mit herausnehmbarem Provisorium. Ob diese Behandlung im Einzelfall die richtige Lösung ist, klären wir in unserer Praxisklinik gemeinsam mit Ihnen anhand einer ausführlichen Anamnese, einer klinischen Untersuchung und einer dreidimensionalen Diagnostik. Damit Sie sich vorab ein Bild machen können, haben wir die wichtigsten Indikationen und Grenzen der Methode hier für Sie zusammengefasst.

Grundvoraussetzungen für All-on-4® / All-on-6®

Die gute Nachricht: Fast allen Patienten, die sich eine All-on-4®/All-on-6®-Versorgung wünschen, können wir diese auch ermöglichen. Es gibt nur wenige Grundvoraussetzungen:

Typische Indikationen

Wann All-on-4®/All-on-6® besonders sinnvoll ist

Das Behandlungskonzept richtet sich in erster Linie an erwachsene Patientinnen und Patienten, deren Kiefer bereits vollständig zahnlos ist oder bei denen ein Großteil der Restbezahnung nicht mehr erhaltungswürdig ist. Konkret eignet sich All-on-4®/All-on-6® besonders gut, wenn eine oder mehrere der folgenden Situationen auf Sie zutreffen:

  1. Vollständige Zahnlosigkeit im Ober- oder Unterkiefer

    Sie tragen bereits eine Vollprothese oder benötigen erstmals einen Zahnersatz für einen kompletten Kiefer.

  2. Stark geschädigtes Restgebiss

    Ihre verbliebenen Zähne sind durch fortgeschrittene Parodontitis, ausgeprägten Knochenabbau, tiefe Karies oder gescheiterte Wurzelbehandlungen langfristig nicht mehr zu erhalten. Nicht erhaltungswürdige Zähne können in derselben Sitzung schonend entfernt und die Implantate unmittelbar gesetzt werden.

  3. Unzufriedenheit mit der bisherigen Vollprothese

    Sie kennen die typischen Probleme einer herausnehmbaren Versorgung – schlechter Halt trotz Haftcreme, Druckstellen, Würgereiz, ein eingeschränktes Geschmacksempfinden durch die Gaumenplatte im Oberkiefer oder eine reduzierte Kaukraft, die Sie beim Genuss vieler Lebensmittel einschränkt.

  4. Wunsch nach einer schnellen Lösung

    Dank des Sofortversorgungs-Protokolls (Immediate Loading) verlassen Sie unsere Praxisklinik in der Regel noch am Tag der Implantation mit einem fest verschraubten, ästhetisch hochwertigen Provisorium. Lange Übergangsphasen mit lockerem Zahnersatz oder eine zahnlose Wartezeit gehören damit der Vergangenheit an.

  5. Langjährige Prothesenträger mit fortschreitendem Knochenabbau

    Auch wenn Sie bereits seit vielen Jahren eine Vollprothese tragen und der Kieferknochen sich zurückgebildet hat, ist eine Versorgung dank moderner Planungsmethoden in vielen Fällen weiterhin möglich.

Kontraindikationen

Wann All-on-4® nicht oder nur eingeschränkt möglich ist

So vielseitig das Konzept ist, es eignet sich nicht für jede Ausgangssituation. Im Sinne einer ehrlichen, fachlich verantwortungsvollen Beratung weisen wir Sie auf folgende Punkte hin, die im Vorfeld sorgfältig geprüft werden müssen:
Behandlungskonzept

Was das All-on-4®-Konzept so besonders macht

Die All-on-4®-Methode verbindet digitale Diagnostik, implantologische Präzision und prothetischer Sofortversorgung, um einen neuen klinischen Gold-Standard für Totalprothesen zu setzen. Schritt für Schritt folgt das Behandlungskopezt einer Logik, die auf minimalen Aufwand, maximale Sicherheit und optimale Langzeitergebnisse ausgerichtet ist.

3D-Implantatplanung

Dreidimensionale Diagnostik, computergestützte Planung

Ausgangspunkt jeder All-on-4®-Behandlung ist eine dreidimensionale DVT-Aufnahme (Digitale Volumentomographie). Im Unterschied zum herkömmlichen zweidimensionalen Panoramaröntgen (OPG) liefert die DVT ein hochauflösendes, räumliches Abbild des Kieferknochens – bei gleichzeitig deutlich geringerer Strahlenbelastung als eine medizinische CT (effektive Dosis: DVT ca. 50–200 µSv gegenüber CT ca. 800–2.000 µSv). Auf dieser Basis wird der Kiefer in der Planungssoftware – in unserer Praxis SIMPLANT®dreidimensional segmentiert und vermessen: Knochenhöhe, Knochenbreite, Knochendichte sowie sämtliche anatomischen Strukturen werden präzise erfasst und in ein virtuelles 3D-Modell überführt.

Mithilfe dieser 3D-Diagnostik wird auch feststellen, ob All-on-4 überhaupt für Sie geeignet ist.

Anschließend planen wir am Computer die prothetische Versorgung als sogenanntes Backward Planning. Das bedeutet: Der Implantologe plant zunächst die ideale prothetische Position der Zähne (Ästhetik, Okklusion, Phonetik) und bestimmt dann die Implantatpositionen, die diese Versorgung optimal abstützen. Das Ergebnis dieser Planung wird in eine individuell gefertigte Bohrschablone, heute üblicherweise als 3D-Druck aus biokompatiblem Kunststoff, überführt. Diese Schablone wird während des Eingriffs auf den Kiefer aufgesetzt und gibt über metallische Führungshülsen Position, Achse und Tiefe jedes einzelnen Implantats exakt vor. Abweichungen, wie sie bei der konventionellen Freihandimplantation unvermeidlich sind, werden so auf ein klinisch nicht relevantes Minimum reduziert.

Nichts dem Zufall überlassen

Charakteristische Implantatstellung

Das Herzstück der All-on-4®-Methode ist Positionierung der vier Implantate im Kieferbogen:

Die beiden anterioren Implantate im Frontzahnbereich werden achsengerecht, d. h. vertikal ausgerichtet gesetzt. Sie bilden den vorderen Stützpfeiler der Konstruktion und profitieren in diesem Bereich meist von ausreichend vorhandenem Knochenangebot.

Die beiden posterioren Implantate im Seitenzahnbereich hingegen werden in der Regel einem Winkel von 35° bis 45° geneigt eingebracht. Diese angulierte Insertion ist präzise kalkuliert: Durch die Schrägstellung verlängert sich die intraossäre Verankerungsstrecke des Implantats im Knochen erheblich, was die Primärstabilität, also die unmittelbare mechanische Festigkeit nach dem Einsetzen, signifikant erhöht. Gleichzeitig ermöglicht die Neigung eine weiter posterior gelegene Abstützung des Zahnbogens, sodass die Kraftverteilung entlang der Suprakonstruktion optimiert wird.

Die charakteristischen Implantatpositionen bieten weitere entscheidende Vorteile. Sie ermöglichen das Umgehen anatomischer Risikostrukturen, verringern die Notwendigkeit von zusätzlichen Knochaufbaubehandlungen und erlauben das Einsetzen eines funktionsfähigen, festsitzenden Provisoriums.

Camlog - All-on-4 - Digitales Rendering einer AO4-Versorgung im Unterkiefer mit Detailansichten der einzelnen Bestandteile
Vorteile der Implantatpositionierung

Schonung anatomischer Risikostrukturen

Im Oberkiefer ist die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) die limitierende Struktur. Bei konventionellen Implantationen im hinteren Oberkiefer ist nach Knochenresorption häufig eine Sinusbodenaugmentation – eine chirurgische Anhebung des Kieferhöhlenbodens – erforderlich, bevor Implantate gesetzt werden können. Die nach vorne geneigte Implantation bei All-on-4® positioniert die hinteren Implantate anterior der Kieferhöhle und umgeht sie konsequent – der empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 2 mm zur Kieferhöhle wird dabei in der 3D-Planung verbindlich eingehalten.

Im Unterkiefer ist der Nervus alveolaris inferior die zu schützende Struktur. Dieser Nerv verläuft durch den Unterkieferknochen und tritt am Foramen mentale aus – eine Verletzung hätte dauerhafte Sensibilitätsstörungen der Lippe und des Kinns zur Folge. Durch die Neigung der posterioren Implantate und die präzise 3D-Planung können auch hier alle Implantate mit einem definierten Sicherheitsabstand von mindestens 2 mm zum Nervkanal positioniert werden, ohne die posteriore Abstützung des Zahnersatzes zu kompromittieren.
Kein Knochenaufbau notwendig

Optimale Ausnutzung des vorhandenen Knochenvolumens

Das Zusammenspiel der einzelnen Faktoren führt in der überwiegenden Mehrheit der Fälle dazu, dass auf vorgelagerte Knochenaufbaumaßnahmen vollständig verzichtet werden kann. Das vorhandene Knochenvolumen, auch wenn es nach längerem Zahnverlust bereits reduziert ist, wird durch die All-on-4®-Methode ideal ausgenutzt, sodass eine stabile, langzeitbewährte Versorgung möglich ist. Für Patienten bedeutet das: kein zusätzlicher chirurgischer Eingriff, keine Entnahme von Eigenknochen, keine verlängerte Wartezeit auf neue, feste Zähne.

Zahnersatz ohne Wartezeit

Sofortbelastung (Immediate Loading Protocol)

Konventionelle Implantate werden nach dem Einsetzen zunächst unbelastet eingeheilt. Die Osseointegration, also das knöcherne Einwachsen, erfordert in der Regel drei bis sechs Monate. All-on-4® macht sich die hohe Primärstabilität der angulierten Implantatstellung gezielt zunutze: Bereits kurz nach dem chirurgischen Eingriff kann eine festsitzende provisorische Versorgung – ein sogenanntes Langzeitprovisorium eingegliedert werden, die üblicherweise über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten bis zur definitiven Versorgung getragen wird.

So verlassen die Patienten die Praxis mit einem funktionsfähigen, festsitzenden Heilungszahnersatz, der die Implantate während der Osseointegration schützt, normales Essen und Sprechen erlaubt und damit unmittelbar ein Stück Lebensqualität schenkt.

Konventionelle Implantate vs. All-on-4

All-on-4®: Unterschiede zu Einzelimplantaten in der Schnellübersicht

Kategorie Einzelimplantate All-on-4®
Anzahl Implantate 12–14 pro Kiefer für Vollversorgung 4 (oder 6) pro Kiefer
Implantatneigung Alle axial (gerade) 2 axial + 2 geneigt (30–45°)
Knochenaufbau Häufig notwendig Selten notwendig
Anzahl OPs 2 – 3 1
Sofortbelastung Nein (3–6 Monate Einheilzeit) Ja (am OP-Tag)
Behandlungsdauer 9 – 18 Monate 3 – 6 Monate
Kosten 25.000 – 75.000 € pro Kiefer 15.000 – 26.000 € pro Kiefer
Begriffe

Was bedeutet ...

Allen Interessierten möchten wir hier die Begriffe Sofortimplantation, verzögerte Sofortimplantation, Spätimplantation, Sofortversorgung und Sofortbelastung bzw. Primärstabilität erläutern, um das All-on-4 ® / All-on-6 ® -Behandlungskonzept noch ein wenig verständlicher zu machen.

Sofortimplantation

Der Ausdruck Sofortimplantation besagt, dass wir unmittelbar nach Entfernung Ihrer nicht mehr erhaltungswürdigen Zähne Zahnimplantate in die entstandenen Zahnfächer (Alveolen) einsetzen. Eine Sofortimplantation beschreibt den besten Zeitpunkt für das Einsetzen eines Zahnimplantates, auch bei entzündlichen veränderten Geweben, weshalb diese Methode in der Praxisklinik Herne – wann immer möglich – angewandt wird.

Von verzögerter Sofortimplantation sprechen wir, wenn das Implantat nicht in einem Zug mit der Zahnentfernung, aber noch vor Ausheilung des Zahnfaches und eventuell sogar noch vor Ausheilung des Weichgewebes eingesetzt wird.

Die Spätimplantation entspricht der klassischen Implantateinbringung nach vollständiger Ausheilung des Knochenfaches, die etwa 6 Wochen bis mehrere Monate in Anspruch nimmt.

Sofortimplantate helfen, den durch Zahnlosigkeit bedingten beschleunigten Knochenverlust zu vermeiden, was gegenüber den Spätimplantaten einen großen Vorteil darstellt. Außerdem verkürzt eine (verzögerte) Sofortimplantation die Gesamt-Behandlungsdauer.

Als Nachteil gegenüber den Spätimplantaten kann gewertet werden, dass im Falle einer bestehenden Restentzündung die Gefahr eines Implantatverlustes gegeben ist. Bei einem erfahrenen Implantologie Experten kommt dieser Nachteil jedoch fast nie zum Tragen.

Wird ein Zahnimplantat unmittelbar nach Einsetzen mit einer provisorischen Zahnkrone versorgt, sprechen wir von einer „Sofortversorgung“. Die Sofortversorgung darf in der Regel bis zur vollständigen Einheilung des Implantats nur mäßig belastet werden. Deshalb werden die Provisorien in eine bestimmte Form gebracht, um den Kaudruck auf die Implantate für die Dauer der Einheilung der Implantate zu mindern.

Eine Sofortbelastung frisch eingesetzter Implantate ist möglich, wenn wir diese – wie bei All-on-4® / All-on-6® – mit einem Kronenblock verbinden. Auf diese Weise werden die Kaukräfte auf mehrere Implantate verteilt und das einzelne Implantat nicht zu stark belastet. Hierbei ist es wichtig, dass die Zahnimplantate bereits vor Beginn der Einheilung sicher im Knochen sitzen, also eine hohe „Primärstabilität“ aufweisen. Implantate zur Sofortimplantation verfügen zur Sicherstellung der Primärstabilität über eine spezielle Geometrie.

Mehrfach ausgezeichnet - Ihr Spezialist im Bereich Implantologie
drmintert
In guten Händen
All-on-4 gehört in die Hände eines erfahrenen Implantologie Spezialisten

Der Behandlungserfolg hängt bei All-on-4® entscheidend vom Können und der Erfahrung des Fachzahnarztes ab. Beides bringt Dr. Rüdiger Mintert, Master Of Oral Medicine In Implantology, Master of Science in Implantology and Dental Surgery, Master of Science in Aesthetic and Dental Surgery sowie International Expert in Implantology (DGZI) mit. Er bildet sich kontinuierlich fort und setzt jährlich etwa 1.000 Implantate ein – und das sehr erfolgreich schon seit vielen Jahren. Daher hat sich All-on-4® – All-on-6® in der Praxisklinik Herne als nachhaltige Zahnersatz-Versorgung mit planbaren Ergebnissen bestens bewährt.

Unter dem Dach der Praxisklinik Herne bilden die 3D-Implantatdiagnostik, die aufwendige Implantationstechnik sowie die perfekt darauf abgestimmte Arbeit des Dentallabors eine untrennbare Einheit. Durch die sichere Routine aller am Behandlungsablauf beteiligten Spezialisten können wir bei All-on-4 ® / All-on-6 ® auf eine hohe Erfolgsquote von fast 100% zurückblicken – und das auch in schwierigeren Behandlungssituation.

Möchten Sie gerne wissen, ob All-on-4 ® /6 ® auch für Sie infrage kommt? Dann vereinbaren Sie doch einfach einen Termin mit der Praxisklinik Herne. Wir beraten Sie gerne.

Zahnarztangst
Hilfe bei Zahnarztangst bietet ZPK-Herne
All-on-4: Zahnimplantate ohne Angst und Schmerzen

Dank All-on-4 ® / All-on-6 ® brauchen Sie weder Angst vor einer dauerhaften Zahnlosigkeit, noch vor locker sitzendem Zahnersatz noch vor einem schmerzhaften, langwierigen Behandlungsmarathon haben. Zahnarztangst ist übrigens kein Hindernis für „feste dritte Zähne an einem Tag“ in Herne. Patienten der Praxisklinik Herne können den Implantat-Eingriff auf Wunsch auch unter Vollnarkose oder Sedierung vornehmen lassen.

Vor- und Nachteile

Warum All-on-4 ®? Vorteile und Nachteile in der Übersicht

All-on-4 ® in Herne – das erfolgreiche Konzept für die sichere Fixierung von festem Zahnersatz auf nur vier Implantaten – ist hochmodern, kosteneffizient und überaus schnell umsetzbar. Es gibt aber noch mehr schlagkräftige Argumente:

Vorteile

All-on-4 ® in Herne – das erfolgreiche Konzept für die sichere Fixierung von festem Zahnersatz auf nur vier Implantaten – ist hochmodern, kosteneffizient und überaus schnell umsetzbar. Es gibt aber noch mehr schlagkräftige Argumente:

Der besondere Vorteil dieser Methode zeigt sich, wenn wir die Implantation nach Verlust oder Extraktion Ihrer Zähne nicht aufschieben, sondern sofort vornehmen. Zahnimplantate ersetzen die natürlichen Zahnwurzeln und helfen so, Knochenverlust zu vermeiden. Außerdem können wir bei einer Sofortimplantation das noch vorhandene umliegende Weichgewebe ausformen und langfristig erhalten. Erfahren Sie mehr über Ihre Möglichkeiten für feste Zähne an einem einzigen Tag.

Nachteile

Es gibt drei wesentliche Aspekte, die es bei All-on-4® zu berücksichtigen gilt:

  1. Komplexe Behandlung

    Die Behandlungsvorbereitung und Behandlung selbst für den behandelnden Arzt sind sehr komplex. Know-how und Erfahrung beim behandelnden Chirurgen sind daher wichtigste Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche All-on-4®-Versorgung. Dr. Rüdiger Mintert ist jedoch ein „alter Hase der Implantologie“. Deshalb sind bei ihm Komplikationen kaum zu fürchten.

  2. Fachübergreifende Zusammenarbeit nötig

    Es ist eine intensive Abstimmung zwischen dem Zahnarzt und dem Dentallabor notwendig, damit die Zahnprothese auch perfekt passt. Da in der Praxisklinik Herne Zahntechniker, Zahnärzte der Implantologie und Zahnchirurgie unter einem Dach zusammenarbeiten, ist diese Voraussetzung hier gegeben.

  3. Für sehr viele, aber nicht für jeden Patienten geeignet

    All-on-4 ® kommt für fast alle zahnlosen Patienten infrage – auch für Patienten, die bereits unter einem Rückgang des Kieferknochens leiden. Dennoch kann es hin und wieder vorkommen, dass wir einem Patienten diese Methode nicht anbieten können – zum Beispiel dann, wenn der Knochenverlust besonders stark ausgeprägt ist. Bitte beachten Sie auch, dass der Erhalt der eigenen Zähnen stets im Vordergrund stehen sollte. Letztlich kann dies nur eine umfassende Voruntersuchung bei uns vor Ort in der Praxisklinik Herne klären.

All-on-4 & All-on-6

Viele Versorgungsmöglichkeiten

Bei der All-on-four Methode kann eine festsitzende oder herausnehmbare Prothese auf den vier oder sechs Implantaten befestigt werden. Hierbei bieten sich verschiedene Versorgungsmöglichkeiten an. Die Auswahl der geeigneten Methode richtet sich nach Ihren Knochenangebot und Ihrem Budget. Wir beraten Sie hierzu gern.

Camlog - All-on-4 - Digitales Rendering einer AO4-Teleskop-Versorgung im Unterkiefer mit Detailansichten der einzelnen Bestandteile
All-on-four: Zahnprothese mit Teleskopkronen

Prothese auf Teleskopkronen (Doppelkronen)

Der zahnmedizinische Begriff „Teleskopkrone“ leitet sich aus dem Prinzip eines Teleskops mit seinen ineinander schiebbaren Segmenten ab. Die „Innenteleskope“ des Teleskop-Zahnersatzes werden auf den Implantaten befestigt, die Außenteleskope in die Zahnprothese eingearbeitet. Beim Einsetzen der Teleskopprothese schieben sich deren Außenteleskope auf die Innenteleskope der Implantate. Diese hervorragende Versorgung sitzt sehr fest und komfortabel. Ein weiterer Vorteil von Teleskopprothesen: Sie sind abnehmbar und lassen sich daher leicht reparieren und reinigen.

All-on-four: Prothese auf einer Stegversorgung

Prothese auf einer Stegversorgung

Alternativ lassen sich abnehmbare Prothesen auf einem Steg verankern. Hierzu werden die vier Comfour-Implantate mit einem Steg verblockt. Die Gegenstücke der Stege bilden die in die Prothese werden eingearbeiteten „Stegreiter“, die beim Einsetzen der Zahnprothese auf den Stegen der Implantate einrasten. Durch die Stege entsteht eine sehr starke Verblockung der Zahnimplantate, sodass diese sofort belastet werden können. Zahnersatz auf Stegen kann bei schlechteren Knochenverhältnissen sinnvoll sein.

Camlog - All-on-4 - Digitales Rendering einer AO4-Steg-Versorgung im Unterkiefer mit Detailansichten der einzelnen Bestandteile
All-on-four Zahnbrücke - Malo Konzept - Schema
All-on-four: Brücke auf vier Zahnimplantaten

Verschraubten Brücke (Malo-Konzept)

Können Zahnimplantate in ausreichender Länge/Größe in den Kiefer implantiert werden, besteht die Möglichkeit, die vier Implantate mit einer festsitzenden Brücke zu verschrauben.

All-on-6: verschraubte Brücke im Oberkiefer auf 6 Implantaten

All-on-6 mit einer verschraubten Brücke

Sind die Voraussetzungen gegeben, sechs Implantate über den Kiefer zu verteilen, kann auch eine festsitzende Brücke stabil verankert werden. All on six setzen wird oft im Oberkiefer eingesetzt, weil dort das Knochenangebot im Vergleich zum Unterkiefer häufig nicht mehr so gut ist.
All-on-six: verschraubte Brücke im Oberkiefer auf 6 Implantaten - Schema
Schritt für Schritt

Ablauf - Anhand eines realen Behandlungsbeispiels

Wir vertreten die Meinung, dass jeder Patient der Praxis-Klinik Herne ein Recht darauf hat zu verstehen, welche Behandlungsalternativen es für ihn gibt und was ihn während der Behandlung erwartet. Deshalb legen wir großen Wert auf Beratung und Aufklärung, wobei wir möglichst auf zahnmedizinische Fachbegriffe verzichten. Nur so kann ein Vertrauensverhältnis zwischen Zahnarzt und Patient entstehen.

1. Termin - Allgemeiner Ablauf

Erstgespräch, klassische Untersuchung, Anamnese

    • Erstellung einer 3D-Röntgenaufnahme (DVT) mit anschließender 3D-Planung des Implantats/der Implantate
    • Besprechung des Befundes und Beratung zu den Behandlungsoptionen
    • Erstellung und Besprechung eines Heil- und Kostenplans

Der erste Termin dient der umfassenden Erhebung Ihrer individuellen Ausgangssituation und der Klärung, ob das All-on-4®-Konzept für Sie geeignet ist. Zu Beginn erfolgt ein ausführliches Anamnesegespräch, in dem u.a. folgende Aspekte erhoben werden:

Medizinische Anamnese
  • Vorerkrankungen (insbesondere Diabetes mellitus, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
  • Aktuelle Medikation (speziell Antikoagulanzien/Blutverdünner, Bisphosphonate, Immunsuppressiva)
  • Allergien oder Unverträglichkeiten
  • Raucherstatus (wichtig: Rauchen erhöht das Implantatverlustrisiko um den Faktor 2,4)

Frühere zahnärztliche oder oralchirurgische Eingriffe Zahnmedizinische Anamnese
  • Verlauf des Zahnverlusts (Parodontitis, Karies, Trauma, andere Ursachen)
  • Bisherige prothetische Versorgungen und Zufriedenheit damit
  • Mundhygieneverhalten
  • Beschwerden wie Schmerzen
  • Lockerung von Restzähnen, Probleme beim Kauen oder Sprechen

Behandlungswünsche und Erwartungen
  • Ästhetische Vorstellungen (Zahnfarbe, -form, Lachliniengestaltung)
  • Prioritäten bei der Funktionalität
  • Bedenken oder Ängste bezüglich des Eingriffs

Klinische Untersuchung:
  • Inspektion der Mundhöhle, Schleimhäute und vorhandener Restzähne
  • Beurteilung der Erhaltungswürdigkeit verbliebener Zähne (Lockerungsgrad, endodontische und parodontale Situation, kariöse Läsionen)
  • Prüfung der Kieferkämme zur Einschätzung des Knochenangebots
  • Beurteilung der Bisslage (Okklusion) und des Kiefergelenks
  • Funktionsprüfung (Mundöffnung, Kieferbeweglichkeit)

3D-Röntgendiagnostik

Herzstück der Diagnostik ist die Digitale Volumentomographie (DVT). Die dreidimensionale Röntgenaufnahme liefert eine präzise Darstellung der knöchernen Strukturen und ermöglicht eine exakte Vermessung des Knochenangebots, Knochendichte sowie die Bestimmung anatomischer Risikostrukturen und Pathologien. Die Aufnahme ist schmerzlos und dauert nur etwa 20 Sekunden.

Erste Kostenschätzung und Aufklärung
  • Eine grobe vorläufige Kostenschätzung für die Behandlung (diese wird nach der detaillierten Planung im zweiten Termin präzisiert)
  • Informationen zu Krankenkassenzuschüssen, Finanzierungsmöglichkeiten und Zahnzusatzversicherungen
  • Erste Einschätzung zur Eignung für All-on-4® (und ob eine Erweiterung auf All-on-6® notwendig sein könnte)
Behandlungsbeispiel

Unser 55-jähriger Patient stellte sich uns nach Jahrzehnten der Nichtbehandlung mit einen stark kariösen und nur zum Teil bezahnten Kiefer vor. Aufgrund einiger abgebrochener Zahnwurzeln wurde schnell ersichtlich: Der bisherige Zahnersatz kann nicht erneuert werden; außerdem wünschte sich unser Patient in Zukunft einen gaumenfreien festsitzenden Zahnersatz. Alles deutete Richtung All-on-4 ® / All-on-6 ®–Konzept.

Bevor an einen operativen Eingriff gedacht werden kann, stehen als erstes Röntgenbilder mithilfe der Digitalen Volumentomographie auf dem Programm. Hier sind die Überreste in Ober-und Unterkiefer gut zu sehen, vor allem aber die Positionen der abgebrochenen Zahnwurzeln. Auf Basis der Bilder können die Positionen für die insgesamt 8 Implantate auf den Millimeter genau geplant werden: Unser Patient wird jeweils 4 Implantate im Ober-und Unterkiefer erhalten, die im Nachgang jeweils mit einem festsitzenden Zahnersatz versorgt werden. Die Einheilphase dauert zwischen 4 und 6 Monate, prognostiziert Dr. Mintert, der Spezialist für Implantate in der ZPK Herne.

DVT-Aufnahme der Zahnsituation vor der Zahn-OP - Ansicht von vorne
DVT-Aufnahme der Zahnsituation vor der Zahn-OP - Ansicht von der Seite

2. Termin - Allgemeiner Ablauf

 Gegebenenfalls weiteres Beratungsgespräch, in dem wir Sie über den gesamten Behandlungsablauf aufklären:

    • Ablauf des chirurgischen Eingriffs (OP-Aufklärung)
    • Auflauf der Behandlung nach der OP (postoperative Phase)
    • Ablauf der eigentlichen prothetischen Versorgung.
    • Nachsorge-Maßnahmen

Der zweite Termin, typischerweise 1–2 Wochen nach der Erstberatung, dient der detaillierten Planung des chirurgischen und prothetischen Vorgehens. Sie erhalten eine detaillierte Aufklärung über:

  • Ablauf des Eingriffs: Schritt-für-Schritt-Erklärung der Operation
  • Risiken und Komplikationen
  • Anästhesieoptionen
  • Heilungsverlauf und Prognose (Erwartete Beschwerden, Einheilzeit)
  • gegebenenfalls notwendige Medikamentenanpassung
  • Verhaltensregeln vor und nach der OP

Bissregistrierung und Farbbestimmung

Für die ästhetische Gestaltung der Versorgung erfolgen eine Bissnahme (Bissregistrierung) zur Bestimmung der korrekten vertikalen und horizontalen Kieferrelation sowie eine Farbbestimmung zur gemeinsamen Auswahl der Zahnfarbe anhand von Farbskalen, unter Berücksichtigung von Hautton, Alter und persönlichen Wünschen.

3. Termin - Allgemeiner Ablauf

 Die Implantat-OP / der Eingriff: computernavigierte Implantation mithilfe einer Bohrschablone und Versorgung mit provisorischem Zahnersatz

Jetzt wird es ernst: Sie kommen mit zahnlosem oder restbezahntem Kiefer in die Praxis und verlassen sie am Abend mit festsitzenden provisorischen Zähnen. Ein typischer Tagesablauf sieht in etwa folgendermaßen aus.

Begrüßung und Vorbereitung

Sie werden in der Praxis empfangen, wir erklären Ihnen den Ablauf und beantwortet letzte Fragen.

(Optional) Vorbereitung PRF-Eigenbluttherapie

Vor Beginn der Operation kann Platelet-Rich Fibrin (deutsch: plättchenreiches Fibrin) erzeugt werden. Hierbei werden 2–4 Röhrchen Blut aus der Armvene entnommen und sofort zentrifugiert. Durch die Zentrifugation trennt sich das Blut in drei Schichten:

  1. Plättchenarmes Plasma (oben, gelblich)
  2. PRF-Clot/PRF-Membran (Mittelschicht, gelblich-rötlich)
  3. Rote Blutkörperchen (unten, dunkelrot)

 

Die PRF-Membran enthält hochkonzentriert Thrombozyten (Blutplättchen), welche über 7–14 Tage kontinuierlich Wachstumsfaktoren freisetzen, Leukozyten (weiße Blutkörperchen), welche die die Entzündungsreaktion modulieren und Infektabwehr fördern sowie ein Fibringerüst für einwandernde Zellen.

Die PRF-Membranen werden während der Operation in die Extraktionsalveolen (Zahnfächer der entfernten Zähne) und zwischen die Gewindeläufe der Implantate platziert, um die Osseointegration und Knochenneubildung zu verbessern, was die Einheilzeit verkürzt und eine frühere finale Versorgung ermöglicht.

Je nach individueller Präferenz, Umfang der Behandlung, Ängstlichkeit und medizinischer Indikation: Lokale Anästhesie, Analgosedierung, Vollnarkose

 
Beginn der Operation

 

Schritt 1: Extraktion nicht erhaltungswürdiger Restzähne

Falls noch Restzähne vorhanden sind, werden diese zunächst schonend entfernt. Die Zahnfächer (Alveolen) werden kürettiert (gesäubert von entzündetem Gewebe) und mit PRF-Membranen ausgefüllt.

Schritt 2: Präparation des Operationsfeldes

Die Bohrschablone wird eingesetzt und fixiert (bei zahnlosen Kiefern mittels Pins im Knochen, bei Restbezahnung an den Zähnen). Sie dient als Führungshilfe für die Bohrer.

Schritt 3: Osteotomie (Vorbereitung der Bohrlöcher)

Mittels sequenzieller Bohrer werden die Implantatbetten präpariert.

Schritt 4: Insertion der Implantate

Die Implantate werden eingedreht. Nach vollständiger Insertion wird die Implantatstabilität mittels Resonanzfrequenzanalyse überprüft, um eine sichere Sofortbelastung garantieren zu können.

Schritt 5: Wundverschluss

Das Zahnfleisch wird für die Implantate angepasst und mit resorbierbaren Nähten verschlossen.

 
Ende der Operation
 
Postoperative Röntgenkontrolle

Eine DVT-Aufnahme dokumentiert die korrekte Implantatposition. Ihr Implantologe überprüft, ob die und ausreichendem Abstand zu kritischen Strukturen sitzen.

Erste Anprobe des provisorischen Zahnersatzes

Die provisorische Versorgung wird aufprobiert und auf Passgenauigkeit, Okklusion (Bisslage) und Ästhetik überprüft. Falls erforderlich, werden Anpassungen vorgenommen

Einweisung in den Medikamentenplan
 
Eingliederung des provisorischen Zahnersatzes (inkl. Funktionsprüfung)
 
Entlassung mit festen Zähnen
Behandlungsbeispiel

Der Tag der Operation ist gekommen: Im ersten Schritt werden die noch vorhandenen Zähne gezogen sowie die Wurzeln und vereinzelte Zysten restlos entfernt. Dies erwies sich im vorliegenden Fall als extrem komplex und folgenreich: Beim Extrahieren gingen Teile der Knochenwände verloren, was einen deutlichen Mehraufwand beim Aufbau des Kieferkamms nach sich zog. Zuzüglich zu Knochenersatzmaterial verwendete Dr. Mintert dafür 2 Collagen Blöcke, 2 Membranen und 0,3 ml Emdogain. Letzteres dient der Entwicklung von zahnstützendem Gewebe. Auch Eigenknochen aus einem zweiten OP-Gebiet kam zum Einsatz. Im Oberkiefer wurde außerdem ein sogenannter Sinuslift durchgeführt, der – vereinfacht gesprochen – die Kieferhöhlen anheben soll. Nun waren die Grundlagen für den nächsten Schritt geschaffen: Eine eigens angefertigte Bohrschablone ermöglicht die navigierte Implantation. So fanden alle acht Implantate trotz ungeplanter Komplikationen ihren rechten Platz im Mundraum. Abschließend wird L-PRF Plasma, d.h. zentrifugiertes Eigenblut eingebracht, um die Wundheilung zu unterstützen.

3D-Planung im Unterkiefer mit vier Implantaten - Ansicht von der Seite
3D-Planung im Unterkiefer mit vier Implantaten - Ansicht von oben
3D-Planung im Unterkiefer mit vier Implantaten - Ansicht von vorne
3D-Planung im Oberkiefer mit vier Implantaten - Ansicht von vorne
3D-Planung im Oberkiefer mit vier Implantaten - Ansicht von der Seite

Regelmäßige Kontrolltermine - Allgemeiner Ablauf

  • Nach ca. 10 Tagen: nächster Kontrolltermin und Ziehen der Fäden
  • Nach ca. 4-6 Monaten: Abformung des Kiefers zur Herstellung Ihres endgültigen Zahnersatzes
  • Ca. 7-10 Tage später: Anprobe Ihres endgültigen Zahnersatzes
Erste Nachkontrolle (24–48 Stunden post-OP)

Kurze Kontrolluntersuchung zur Überprüfung der Wundheilung:

  • Inspektion der Operationswunde (Schwellung, Hämatome, Nahtintegrität)
  • Überprüfung des Sitzes der provisorischen Brücke
  • Okklusions-Check (Bissprüfung)
  • Besprechung der Beschwerden
  • Anpassung der Medikation bei Bedarf

Hauptkontrolle (10–14 Tage post-OP) – Nahtentfernung

Die Wundheilung wird beurteilt, die Nähte werden vorsichtig entfernt, bzw. verbliebene Reste entfernt. Im Anschluss wird die Versorgung professionelle gereinigt. Die provisorische Brücke wird gegebenenfalls abgeschraubt, professionell gereinigt (Ultraschall, Bürste) und auf Festigkeit der Verschraubung überprüft. Die Implantathälse und das umgebende Gewebe werden inspiziert. Bei komplikationsloser Heilung dürfen Sie nun schrittweise zur normalen Ernährung zurückkehren. Das Provisorium ist für normale Kaubelastung ausgelegt – nur extreme Kräfte (z. B. Eiswürfel kauen, Nüsse knacken, auf Kugelschreiber beißen) sollten vermieden werden.

Die Einheilphase (3–6 Monate)
Nach 3–4 Monaten im Unterkiefer und 4–6 Monaten im Oberkiefer ist die Osseointegration in der Regel abgeschlossen. Der Knochen hat direkten Kontakt zur Implantatoberfläche (Bone-to-Implant-Contact, BIC) von typischerweise 60–80 %.

4. Termin - Allgemeiner Ablauf

Die abschließende, finale prothetische Versorgung findet in der Regel nach 3 bis 4 Monaten statt.

Zweimal jährlich: Kontrolluntersuchung und – falls nötig – präventive Maßnahmen zur Bewahrung des Behandlungserfolges (z. B. professionelle Implantatreinigung)

Alle 1 – 2 Jahre: neue Röntgenaufnahmen

Nach vollständiger Osseointegration wird die provisorische Versorgung durch die endgültige Prothese ersetzt. (siehe All-on-4: Versorgungsmöglichkeiten)

Langfristige Nachsorge: Professionelle Mundhygiene und Kontrollen

Nach Eingliederung der definitiven Versorgung sind lebenslange regelmäßige Kontrolltermine essentiell für den Langzeiterfolg. Die Empfehlung lautet 2–3 x jährlich Professionelle Zahnreinigung (PZR) und professionelle Implantat-Prophylaxe (Reinigung der Implantate, Reinigung der Prothese, Kontrolle auf Entzündungen / Periimplantitis) sowie eine jährliche Röntgenkontrolle.

Behandlungsbeispiel

Nach erfolgreicher Einheilung der Implantate die finale prothetische Versorgung – der sichtbare Teil der neuen Zähne. Für den endgültigen Zahnersatz fällt die Entscheidung des Patienten gemeinsam mit Dr. Mintert auf zwei festsitzende Keramikbrücken im Oberkiefer – und damit für höchste Ästhetik mit langfristiger Funktionalität. Die Aufteilung auf zwei Brückensegmente erleichtert die zukünftige Reinigung, reduziert mechanische Spannungen im gesamten Konstrukt und vereinfacht eventuelle spätere Reparaturen, da bei Bedarf nur ein einzelnes Segment bearbeitet werden muss. 

Die Verbindung zwischen den vier Implantaten und den Keramikbrücken erfolgt über individuell gefertigte Keramikaufbauten (sogenannte Abutments), die als Bindeglied zwischen Implantat und Brücke fungieren. Diese Aufbauten werden in einem zweistufigen Verfahren fixiert: Zunächst werden sie mit den Implantaten fest verschraubt – diese Schraubverbindung sorgt für eine dauerhafte, belastbare und bei Bedarf auch wieder lösbare Verankerung im Kieferknochen. Anschließend werden die beiden Keramikbrücken passgenau auf die Abutments aufgeklebt (zementiert). Diese Kombination aus Verschraubung unten und Klebung oben – in der Fachsprache als „hybride Befestigung“ bezeichnet – vereint die Vorzüge beider Verankerungstechniken: die Stabilität und Revisionsfähigkeit der Schraubverbindung auf Implantatebene mit der spaltfreien, ästhetisch hochwertigen Anbindung der Brücke an den Aufbau.

Als Material kommt hochfeste Vollkeramik (z. B. Zirkonoxid mit keramischer Verblendung) zum Einsatz. Sie ist biokompatibel, verursacht keine allergischen Reaktionen, weist eine natürliche Lichtdurchlässigkeit auf und imitiert damit das Erscheinungsbild echter Zähne nahezu perfekt. Zudem ist Keramik besonders plaqueresistent und trägt so zur langfristigen Gesunderhaltung des umliegenden Zahnfleisches bei. Das Ergebnis: Ein festsitzender Zahnersatz, der sich in Aussehen, Funktion und Gefühl kaum vom natürlichen Gebiss unterscheiden lässt – fest im Kiefer verankert, belastbar beim Kauen und ästhetisch überzeugend beim Lachen.

Oberkieferkamm nach der Einheilung mit gesetzten Implantataufbauten
Unterkieferkamm nach der Einheilung mit gesetzten Implantataufbauten
Prothetische Versorgung für All-on-4-Versorgung im Oberkiefer
Prothetische Versorgung für All-on-4-Versorgung im Unterkiefer
All-on-4 - Patientenbeispiel - Die neuen Zähne in der Seitenansicht
All-on-4 - Patientenbeispiel - Die neuen Zähne in der Frontalansicht

All-on-4: Vorher - Nachher

Zahnloser Oberkiefer vor Implantatversorgung mittels All-on-Four
All-on-4 - Vorher
Oberkiefer-Zahnreihe nach erfolgreicher Implantatversorgung mittels All-on-Four
All-on-4 - Nachher
Kosten

Was kostet All-on-4® – und wer beteiligt sich an den Kosten?

Eine ehrliche Antwort vorweg: Die All-on-4®-Behandlung ist eine hochwertige Implantatversorgung – und damit eine Investition in Ihre Lebensqualität, die sich finanziell bemerkbar macht. Wir verstehen, dass die Kostenfrage für viele Patientinnen und Patienten eine zentrale Rolle spielt. Deshalb klären wir Sie in unserer Praxisklinik vor jeder Behandlung mit einem detaillierten Heil- und Kostenplan transparent über alle anfallenden Posten auf – ohne versteckte Zusatzkosten. Hier finden Sie vorab einen Überblick darüber, mit welchen Kosten Sie rechnen können, was die gesetzliche Krankenkasse übernimmt und wie eine Zahnzusatzversicherung Ihren Eigenanteil deutlich senken kann.

Übersicht

Was kostet All-on-4®?

Die Gesamtkosten einer All-on-4®-Behandlung in Deutschland bewegen sich – je nach Ausgangssituation, Materialwahl und gewählter Endversorgung – in einer Spanne von etwa 8.000 € bis 25.000 € pro Kiefer. Die häufigsten Behandlungskosten liegen erfahrungsgemäß zwischen 12.000 € und 15.000 € pro Kiefer. Folgende Faktoren beeinflussen den individuellen Preis:

  • Ober- oder Unterkiefer: Eine Versorgung im Oberkiefer ist meist um etwa 1.000 € bis 2.000 € teurer als im Unterkiefer, da die anatomischen Verhältnisse (weicherer Knochen, Nähe zur Kieferhöhle) anspruchsvoller sind.
  • Anzahl der Implantate: Bei ungünstigem Knochenangebot oder ausgeprägter Knirschneigung kann eine Versorgung auf sechs Implantaten (All-on-6®) sinnvoll sein. Hierfür sind je nach Praxis etwa 2.000 € bis 5.000 € Mehrkosten gegenüber der Vier-Implantate-Variante einzuplanen.
  • Material und Hersteller der Implantate: In unserer Praxisklinik verwenden wir ausschließlich Premium-Implantatsysteme des Herstellers CAMLOG mit langjähriger wissenschaftlicher Dokumentation.
  • Material der Prothetik: Provisorische Versorgung aus hochwertigem Kunststoff, finale Versorgung aus Vollkeramik (z. B. Zirkonoxid) oder als Hybridkonstruktion aus Titangerüst und Verblendmaterial.
  • Vorbereitende Maßnahmen: Extraktionen nicht mehr erhaltungswürdiger Zähne, Behandlung bestehender Entzündungen oder – in seltenen Fällen – kleinere Knochenaufbaumaßnahmen.
  • Zusätzliche Diagnostik- und Workflowleistungen: DVT-Aufnahme, individuell gefertigte Bohrschablone.
  • Anästhesie: Lokalanästhesie ist in den Behandlungskosten enthalten. Auf Wunsch sind eine Lachgassedierung, ein Dämmerschlaf (Analgosedierung) oder eine Vollnarkose möglich.
  • Leistungen des Dentallabors
Zuschuss der gesetzlichen Krankenkassen

Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Die All-on-4®-Methode gehört in Deutschland nicht zur sogenannten Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Das bedeutet: Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt nicht die Behandlungskosten in voller Höhe, sondern beteiligt sich lediglich mit einem befundorientierten Festzuschuss. Dieser orientiert sich an den durchschnittlichen Kosten der Regelversorgung – also an dem Zahnersatz, den die GKV als „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ einstuft. Bei vollständiger Zahnlosigkeit ist das eine herausnehmbare Vollprothese. Die wichtigsten Punkte zur Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse:

  • Höhe des Festzuschusses: Bei einem zahnlosen Kiefer beträgt der Festzuschuss derzeit etwa 500 € bis 770 € pro Kiefer – also nur einen Bruchteil der tatsächlichen All-on-4®-Kosten. Die exakte Höhe wird jährlich neu festgelegt und ist bei allen gesetzlichen Krankenkassen (AOK, TK, Barmer, DAK etc.) identisch.
  • Bonusheft: Wer sein Bonusheft regelmäßig führt und die jährlichen Vorsorgetermine wahrnimmt, erhält einen erhöhten Zuschuss: 70 % bei lückenloser Führung über fünf Jahre, 75 % über zehn Jahre. Im Härtefall (geringes Einkommen) übernimmt die Krankenkasse 100 % des Festzuschusses für die Regelversorgung.
  • Implantate selbst werden nicht bezuschusst: Implantate gelten als Privatleistung. Der Festzuschuss bezieht sich ausschließlich auf den prothetischen Anteil – also die Brücke, die auf den Implantaten verankert wird.
  • Heil- und Kostenplan ist Pflicht: Vor Behandlungsbeginn reichen wir gemeinsam mit Ihnen einen Heil- und Kostenplan bei Ihrer Krankenkasse ein. Erst nach dessen Genehmigung wird der Festzuschuss gewährt.

Rechenbeispiel: Bei Gesamtkosten von etwa 14.000 € für die All-on-4®-Versorgung eines zahnlosen Oberkiefers und einem Festzuschuss von rund 600 € verbleibt ein Eigenanteil von etwa 13.400 € – ohne Zahnzusatzversicherung. Diese Differenz lässt sich mit einer guten Zusatzversicherung jedoch erheblich reduzieren.

Stand: 2026. Die genannten Beträge zum Festzuschuss orientieren sich an den aktuellen, bundesweit einheitlichen Vorgaben der gesetzlichen Krankenversicherung und werden jährlich angepasst. Verbindliche Angaben zu Ihrem konkreten Fall enthält der individuelle Heil- und Kostenplan.

Zuschüss bei Zahnzusatzversicherungen

Was übernehmen Zahnzusatzversicherungen?

Eine leistungsstarke Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil bei einer All-on-4®-Behandlung deutlich senken – im günstigsten Fall um mehrere tausend Euro. Hochwertige Implantattarife erstatten zwischen 80 % und 100 % der verbleibenden Kosten (nach Abzug des Kassenzuschusses). Allerdings gibt es einige wichtige Punkte, die Sie kennen sollten:

  • Versicherung muss vor Behandlungsbeginn bestehen: Zahnzusatzversicherungen leisten grundsätzlich nicht für bereits angeratene oder begonnene Behandlungen. Wer einen Implantatbedarf bereits in der Patientenakte dokumentiert hat oder dessen Versorgung bereits geplant ist, hat in der Regel keinen Anspruch mehr auf Erstattung. Schließen Sie eine Zusatzversicherung daher möglichst frühzeitig und vorausschauend ab.
  • Implantate müssen ausdrücklich eingeschlossen sein: Nicht jeder Tarif deckt Implantatleistungen ab. Achten Sie beim Vertragsabschluss auf die explizite Implantatleistung sowie auf eine ausreichend hohe prozentuale Erstattung (idealerweise 90 % oder 100 %).
  • Wartezeiten und Summenbegrenzungen: Übliche Wartezeiten betragen acht Monate; manche Tarife verzichten darauf. In den ersten Versicherungsjahren gelten häufig sogenannte Summenstaffeln, die die Erstattung pro Jahr deckeln (z. B. 1.000 € im ersten, 2.000 € im zweiten Jahr usw.). Diese Begrenzungen entfallen meist nach drei bis fünf Jahren.
  • Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten: Werden im Antragsverfahren Fragen zu fehlenden Zähnen oder bereits empfohlenen Behandlungen gestellt, sind diese korrekt zu beantworten. Falschangaben können später zur Leistungsverweigerung führen.
  • Heil- und Kostenplan einreichen: Vor Behandlungsbeginn sollten Sie unseren Heil- und Kostenplan auch bei Ihrer Zahnzusatzversicherung einreichen. So erhalten Sie eine verbindliche Erstattungszusage und vermeiden böse Überraschungen.
Zuschüss bei privat Versicherten

Private Krankenversicherungen

Privat krankenversicherte Patientinnen und Patienten haben je nach Tarif Anspruch auf eine teilweise oder vollständige Erstattung der Implantatbehandlung. Da sich die Tarife stark unterscheiden, empfehlen wir, den Heil- und Kostenplan vorab bei Ihrer privaten Krankenversicherung zur Prüfung einzureichen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Kommunikation mit Ihrer Versicherung.

All-on-4 in Raten bezahlen

Finanzierung und persönliche Beratung

Damit eine hochwertige Versorgung nicht an der Finanzierung scheitert, bieten wir Ihnen in unserer Praxisklinik flexible Zahlungsmodalitäten und auf Wunsch auch eine Ratenzahlung über unserer Finanzierungspartner an. In einem persönlichen Beratungsgespräch erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Heil- und Kostenplan und besprechen alle Möglichkeiten zur Kostenoptimierung – einschließlich der Frage, ob in Ihrem Fall noch der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist. Vereinbaren Sie gerne ein Beratungsgespräch in unserer Praxisklinik.

Kostenbeispiel

All-on-4 ® – Kosten: Beispiel aus Patientenfall

In unserem Beispielfall ist unser Patient gesetzlich versichert und verfügte über keinerlei Zahnzusatzversicherung. Die folgende Tabelle zeigt die Teilkosten für den beschriebenen Eingriff:

Patientenbeispiel – All-on-Four Kosten
Chirurgie 8160,80 €
Gesamtkosten Zahnersatz 12.383,01 €
– abzüglich Festzuschuss Kasse (0%) – 774,26 €
Eigenanteil Patient Zahnersatz 11.608,75 €
Gesamtkosten (Eigenanteil): Chirurgie + Prothetik 19.769,55 €

Weitere Informationen zum Thema „Was kosten Zahnimplantate?“ finden Sie auf der Seite unseres Zahnimplantat Kosten Rechners:

All-on-4 Kosten: Weitere Beispielrechnungen

Die Kosten für All-on-4 können leider nicht pauschal berechnet werden. Nach einem ausführlichen persönlichen Beratungsgespräch und einer Befundaufnahme erstellen wir Ihnen jedoch gerne eine individuelle Kostenkalkulation. Wenn Sie sich vorab einen genaueren Überblick über die zu erwartenden Kosten für Ihre Ausgangssituation verschaffen möchten, empfehlen wir Ihnen die Nutzung unseres Zahnimplantat-Kostenrechners.
All-on-4 Kosten
All-on-4 Oberkiefer 9.000 – 10.000 €
All-on-4 Unterkiefer 9.000 – 10.000 €
All-on-4 Ober- und Unterkiefer 18.000 – 20.000 €
Unser Implantantkostenrechner
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FAQ

Ist eine All-on-4 Behandlung schmerzhaft?

Da es heutzutage viele Möglichkeiten gibt, das Schmerzempfinden auszuschalten (Narkose, Sedierung), sind die Schmerzen während eines All-on-4-Eingriffs in der Regel minimal. Allerdings können aufgrund der Tatsache, dass es sich um einen chirurgischen Eingriff handelt, nach der Behandlung leichte Schmerzen auftreten. Mit einer geeigneten Schmerzmedikation und einer Anleitung zum richtigen Umgang mit postoperativen Schwellungen sind diese jedoch gut beherrschbar, so dass in der Regel nicht mit länger anhaltenden Beschwerden zu rechnen ist.

All-on-4® Behandlungen sind kein neues Verfahren. Das Konzept wurde seit den 1990er Jahren in unzähligen Fällen angewendet und die Erfolge ausführlich dokumentiert. Wenn die Behandlung von einem erfahrenen Spezialisten für Implantologie durchgeführt wird, handelt es sich um eine vergleichsweise schnelle und in den meisten Fällen komplikationslose Behandlungsmethode zur Versorgung vollständig zahnloser Kiefer.
Ja. Obwohl wir unseren Patienten grundsätzlich eine Teilnarkose oder Sedierung empfehlen, da in Verlauf der Behandlung auch der provisorische Zahnersatz eingesetzt wird, kann die Implantation auf Wunsch auch unter Vollnarkose durchgeführt werden. Mit dieser Option möchten wir sicher stellen, dass auch Angstpatienten nicht auf eine Implantat-Versorgung verzichten müssen.
Abhängig von den individuellen Voraussetzungen eines Patienten, wie etwa dem vorhandenen Knochenangebot des zu versorgenden Kiefers, werden für vollständigen Zahnersatz pro Zahnbogen jeweils 4 (i.d.R. im Unterkiefer) bzw. 6 (Oberkiefer) Implantate benötigt. Die für Ihre Bedürfnisse geeigneten Versorgungsmöglichkeiten klärt das Team der Praxisklinik Herne mit Ihnen gerne in einem ausführlichen Anamnese-Gespräch.

Für die Versorgung mit All-on-4® bzw. All-on-6®-Zahnersatz gibt es nur wenige Voraussetzungen. Dazu gehört etwa, dass der zu versorgende Kiefer nahezu oder vollständig zahnlos ist, bzw. die noch vorhandenen Zähne von unseren Spezialisten als nicht mehr erhaltungswürdig eingestuft werden. Zudem ist ein ausreichend vorhandenes Knochenangebot im Bereich der Frontzähne erforderlich. Ob eine All-on-4® bzw. All-on-6®-Behandlung für Sie in Frage kommt, klären unsere Spezialisten gerne mit Ihnen in einem ausführlichen Erstberatungsgespräch.

Ja, aber unter bestimmten Voraussetzungen. Patienten mit Parodontitis-Anamnese (Zahnverlust durch Zahnbetterkrankung) sind sogar eine häufige Zielgruppe für All-on-4®, da ihre Zähne oft nicht mehr erhaltungswürdig sind. Gut zu wissen ist, dass eine Metaanalyse von Serroni et al. aus dem Jahr 2024 zwar zeigte, dass Parodontitis-Patienten ein 1,62-fach erhöhtes Implantatverlustrisiko und 4,09-fach erhöhtes Periimplantitisrisiko haben, aber eine 20-Jahres-Studie von Roccuzzo et al. (2022) keinen signifikanten Unterschied in der Implantatüberlebensrate zwischen parodontal gesunden (94,9 %) und schwer parodontal kompromittierten Patienten (93,1 %) fand, wenn die Patienten in ein unterstützendes Parodontitisprogramm (UPT) eingebunden waren. Voraussetzungen für eine erfolgreiche trotz Parodontitis sind deshalb eine vollständige Parodontaltherapie vor der Implantation, ein Zwischenzeitraum von idealerweise 3-6 Monaten, um die Entzündungsfreiheit zu bestätigen sowie eine lebenslange unterstützende Parodontitistherapie und exzellente häusliche Mundhygiene. Wenn Sie bereits sind, die erforderliche Pflege und regelmäßige professionelle Reinigungen einzuhalten, sind die Erfolgsaussichten sehr gut.

Ja, aber unter bestimmten Voraussetzungen. Patienten mit Parodontitis-Anamnese (Zahnverlust durch Zahnbetterkrankung) sind sogar eine häufige Zielgruppe für All-on-4®, da ihre Zähne oft nicht mehr erhaltungswürdig sind.

Gut zu wissen ist, dass eine Metaanalyse von Serroni et al. aus dem Jahr 2024 zwar zeigte, dass Parodontitis-Patienten ein 1,62-fach erhöhtes Implantatverlustrisiko und 4,09-fach erhöhtes Periimplantitisrisiko haben, aber eine 20-Jahres-Studie von Roccuzzo et al. (2022) keinen signifikanten Unterschied in der Implantatüberlebensrate zwischen parodontal gesunden (94,9 %) und schwer parodontal kompromittierten Patienten (93,1 %) fand, wenn die Patienten in ein unterstützendes Parodontitisprogramm (UPT) eingebunden waren.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche trotz Parodontitis sind deshalb eine vollständige Parodontaltherapie vor der Implantation, ein Zwischenzeitraum von idealerweise 3-6 Monaten, um die Entzündungsfreiheit zu bestätigen sowie eine lebenslange unterstützende Parodontitistherapie und exzellente häusliche Mundhygiene.

Wenn Sie bereits sind, die erforderliche Pflege und regelmäßige professionelle Reinigungen einzuhalten, sind die Erfolgsaussichten sehr gut.

Die Entscheidung zwischen vier und sechs Implantaten hängt von mehreren Faktoren ab. All-on-4 ist für gewöhnlich ausreichend bei gutem Knochenangebot, Nichtrauchern und normaler Kaubelastung. All-on-6 ist hingegen empfehlenswert bei weichem Oberkieferknochen, Rauchern, Bruxismus (Zähneknirschen) und Patenten über 65 Jahren mit reduzierter Knochenqualität. Vertrauen Sie der Einschätzung Ihres Implantologen nach der DVT-Diagnostik: Wenn Risikofaktoren vorliegen, wird in aller Regel All-on-6 empfohlen, ansonsten genügt All-on-4.
Ja, aber mit Einschränkungen. Sie erhalten am OP-Tag eine provisorische Brücke, die sofort belastbar ist – das heißt, Sie können essen. Aber: In den ersten Wochen gelten Einschränkungen, um die einheilenden Implantate zu schonen. Nehmen Sie in den ersten 24 Stunden nur weiche, zimmerwarme oder kühle Speisen wie Suppen, Rührei oder Pürees zu sich. In den nachfolgenden 2 – 14 Tagen können sie auf weiche bis halbfeste Koste wie gekochtes Gemüse, Fisch, Bananen und Milchprodukte umstellen. Ab Woche 4-6 können sie schrittweise zur normalen Ernährung zurückkehren.
Ja, problemlos! Zahnimplantate und die Titan-Brücke enthalten zwar Metall (Titan bzw. bei Zirkonoxid gar kein Metall), aber die Menge ist so gering, dass Metalldetektoren nicht anschlagen. Millionen Menschen mit Zahnimplantaten fliegen täglich ohne Probleme. Sie benötigen keinen „Implantatpass“ am Flughafen (dieser ist eher für medizinische Notfälle gedacht, falls ein Arzt wissen muss, dass Sie Implantate haben). Auch MRT-Untersuchungen sind mit Zahnimplantaten möglich. Titan ist nicht magnetisch und verursacht nur minimale Artefakte (Bildstörungen), die diagnostisch meist irrelevant sind. Informieren Sie den Radiologen dennoch über Ihre Implantate.
Ja, das ist möglich. All-on-4® ist ein standardisiertes Konzept, das weltweit nach gleichen Prinzipien durchgeführt wird. Die Nachsorge (professionelle Reinigung, Kontrollen) kann von jedem implantologisch erfahrenen Zahnarzt übernommen werden. Wir empfehlen, das Sie sich vor dem Umzug die vollständigen Behandlungsunterlagen von Ihrer behandelnden Praxis zusammenstellen lassen. Suchen Sie an Ihrem neuen Wohnort dann nach einem implantologisch spezialisierten Zahnarzt und vereinbaren Sie dort einen Termin zur Übergabe der Dokumentation. Manche Patienten kehren für wichtige Kontrollen (z. B. nach 1 Jahr, nach 5 Jahren) zur ursprünglichen Klinik zurück und lassen die Routine-Prophylaxen am neuen Wohnort durchführen.
Quellen
  • La Monaca G, Pranno N, Annibali S, Di Carlo S, Pompa G, Cristalli MP. Immediate flapless full-arch rehabilitation of edentulous jaws on 4 or 6 implants according to the prosthetic-driven planning and guided implant surgery: A retrospective study on clinical and radiographic outcomes up to 10 years of follow-up. Clin Implant Dent Relat Res. 2022 Dec;24(6):831-844. doi: 10.1111/cid.13134. Epub 2022 Oct 5. PMID: 36197040; PMCID: PMC10092257. Link
  • Malo P, de Araújo Nobre M, Lopes A, Moss SM, Molina GJ. A longitudinal study of the survival of All-on-4 implants in the mandible with up to 10 years of follow-up. J Am Dent Assoc. 2011 Mar;142(3):310-20. doi: 10.14219/jada.archive.2011.0170. PMID: 21357865.
  • Maló P, de Araújo Nobre M, Lopes A, Ferro A, Botto J. The All-on-4 treatment concept for the rehabilitation of the completely edentulous mandible: A longitudinal study with 10 to 18 years of follow-up. Clin Implant Dent Relat Res. 2019 Aug;21(4):565-577. doi: 10.1111/cid.12769. Epub 2019 Mar 28. PMID: 30924309. Link
  • Silva GC, Mendonça JA, Lopes LR, Landre J Jr. Stress patterns on implants in prostheses supported by four or six implants: a three-dimensional finite element analysis. Int J Oral Maxillofac Implants. 2010 Mar-Apr;25(2):239-46. PMID: 20369081.
  • Soto-Penaloza D, Zaragozí-Alonso R, Penarrocha-Diago M, Penarrocha-Diago M. The all-on-four treatment concept: Systematic review. J Clin Exp Dent. 2017 Mar 1;9(3):e474-e488. doi: 10.4317/jced.53613. PMID: 28298995; PMCID: PMC5347302.
  • Tallarico M, Meloni SM, Canullo L, Caneva M, Polizzi G. Five-Year Results of a Randomized Controlled Trial Comparing Patients Rehabilitated with Immediately Loaded Maxillary Cross-Arch Fixed Dental Prosthesis Supported by Four or Six Implants Placed Using Guided Surgery. Clin Implant Dent Relat Res. 2016 Oct;18(5):965-972. doi: 10.1111/cid.12380. Epub 2015 Oct 7. PMID: 26446912. Link
  • S3-Leitlinie (Langfassung). Implantatprothetische Versorgung des zahnlosen Oberkiefers. AWMF-Registernummer: 083-010. Stand: November 2020. Link
  • Zhang Y, Li S, Di P, Zhang Y, Wu A, Lin Y. Comparison of 4- or 6-implant supported immediate full-arch fixed prostheses: A retrospective cohort study of 217 patients followed up for 3-13 years. Clin Implant Dent Relat Res. 2023 Apr;25(2):381-397. doi: 10.1111/cid.13170. Epub 2022 Dec 15. PMID: 36522852. Link
Bild von Dr. Rüdiger Mintert
Dr. Rüdiger Mintert

Dr. med. dent. Rüdiger Mintert MOM, M.Sc., M.Sc. ist leitender Zahnarzt der Zahnärztlichen Praxisklinik Herne. Sein klinischer Schwerpunkt liegt in der Implantologie und Oralchirurgie. Er gilt als anerkannter Spezialist für Implantologie im Ruhrgebiet und ist seit vielen Jahren leitend in der ZPK Herne tätig.

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