CMD Therapie
Endlich frei von Kiefergelenkproblemen, Schmerzen und Verspannungen.
CMD – oft unerkannt
Viele Menschen leben bereits seit Jahren unter unerklärlichen Schmerzzuständen, ohne jemals eine langfristige Linderung Ihrer Beschwerden erfahren zu haben. Kopfschmerztabletten oder eine Physiotherapie bringen ihnen immer nur vorübergehend Linderung.
Die Betroffenen haben daher meist eine wahre „Ärzte-Odyssee“ hinter sich, wenn sie uns erstmals aufsuchen und verzweifelt von ihren Problemen berichten. In der Praxisklinik Herne erfahren sie, dass es für ihre vielschichtiges Leiden einen Namen und eine effiziente Behandlung gibt, mit der wir ihnen endlich wieder zu einem funktionalen Biss und Schmerzfreiheit verhelfen können.
Bei diesem Röntgenverfahren werden zweidimensionale Schnittbilder Ihrer Kieferstrukturen am Computer zu einem dreidimensionalen Gesamtbild zusammengesetzt. Die 3D-Diagnosetechnik trägt wichtige Erkenntnisse zur Knochenbeschaffenheit und Knochenqualität bei, lässt aber auch neben Knochenvolumen und Knochendichte auch die Zahnwurzelpositionen, den Unterkiefernerv und außerdem die Nasennebenhöhlen bis in die Tiefe und im räumlichen Verhältnis zueinander klar erkennen.
Typische Beschwerden
- Kiefergelenkbeschwerden
- Kiefergelenkschmerzen
- Aufbissproblemen
- Zähneknirschen (Bruxismus)
- Gesichtsschmerzen
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Ohrenschmerzen
- Tinnitus
- Muskelverspannungen
- Wirbelsäulen- und/oder Gelenkproblemen
Was bedeutet craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)?
Der Begriff „craniomandibulär“ bezeichnet das gesamte System zwischen dem Cranium (Schädel) und der Mandibula (Unterkiefer), welches neben den Kiefergelenken auch die umgebenden Gesichtsmuskeln, Sehnen und Nervenbahnen umfasst.
Bei der „craniomandibulären Dysfunktion” (CMD) handelt es sich um eine komplexe Erkrankung, die – umgangssprachlich ausgedrückt – von einem „falschen Biss“ herrührt. Dieser wirkt sich schließlich auf die Funktion des Kausystems bzw. der Kiefergelenke aus.
Ein „falscher Biss“, in der Fachsprache „Okklusionsstörung“ genannt, bedeutet, dass der natürliche Kieferschluss nicht mehr richtig funktioniert und die beiden Zahnreihen nicht optimal zusammenwirken. Dadurch, dass die Kontaktpunkte zwischen den Zähnen von Ober- und Unterkiefer nicht mehr stimmen, geraten die Kiefergelenke in eine Fehlstellung. Oftmals äußern sich eine Okklusionsstörung durch Zähneknirschen und eine Überbeanspruchung der Kiefermuskulatur.
Eine derartige Kiefergelenkproblematik kann verschiedene Gründe haben. Als häufige Ursachen gelten Zahnfehlstellungen, Zahnlücken und Stress.
Jedoch kommen auch orthopädische Ursachen wie zum Beispiel Körperfehlhaltungen sowie Narbenbildungen nach operativen Eingriffen als Ursachen infrage.
Welche Folgen hat eine CMD?
Schmerzen in den Kiefergelenken und in anderen Körperregionen
Eine craniomandibuläre Dysfunktion ist nicht auf Funktionseinschränkungen und Schmerzen im Bereich der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur beschränkt. Der Druck, der durch die unphysiologische Bisslage auf die umgebende Muskulatur ausgeübt wird, setzt oft eine wahre Schmerzspirale im ganzen Körper in Gang, von der auch Hals, Nacken, Schulter und Wirbelsäule betroffen sein können.
Verlust von Zahnsubstanz
Durch die Verschiebungen in den Kiefergelenken treffen Ober- und Unterkiefer nicht mehr richtig aufeinander; die Kontaktpunkte der Zähne stimme nicht mehr. Hierdurch kommt es insbesondere an den Vorderzähnen zu Zahnabrieb. Sind Vorder- und Seitenzähne gleichermaßen betroffen, spricht man von einem sogenannten “Abrasionsgebiss” (Abrasion = lat. für “Abkratzung”).
Wie eine CMD die Körperhaltung beeinflusst
Die Körperhaltung hängt eng mit der Kopfstellung und damit auch der Position der Kiefergelenke zusammen. Wird die natürliche Stellung des Kopfes, der Wirbelsäule oder des Beckens geändert, kann es zu Verschiebungen im Unterkiefer beziehungsweise in den Kiefergelenken kommen.
Umgekehrt können ein asymmetrischer Aufbiss und eine falsche Belastung der Kiefergelenke Körperfehlhaltungen verursachen oder verstärken, was häufig zu muskulären Verspannungen und Schmerzen führt. So lassen sich beispielsweise auch Haltungsdifferenzen zwischen rechter und linker Körperseite auf eine Überbelastung beim Sport oder eine gewohnheitsmäßige Fehlhaltung zurückführen.
Wie wird eine CMD diagnostiziert?
Die CMD-Diagnostik beginnt mit einer eingehenden Anamnese. Anschließend erfolgt der sogenannte CMD-Screening-Test, mit dessen Hilfe die für eine Funktionsstörung typischen Merkmale wie z. B. Muskelverspannungen, Bewegungsstörungen in den Kiefergelenken oder ein Fehlbiss untersucht werden.
Dem Screeningtest folgt die klinische Funktionsanalyse. Dabei handelt es sich um eine manuelle Untersuchung mit verschiedenen Belastungs- und Bewegungstests, die zum Ziel haben, die Ursachen und das Ausmaß der Funktionsstörung zu ermitteln. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Kiefergelenke, die Kaumuskulatur, die Kontaktpunkte der Zähne sowie spezielle orthopädische Tests.
Bei Bedarf wird zusätzlich eine instrumentelle Funktionsanalyse durchgeführt, bei der zahntechnische Apparate eingesetzt werden. Mit ihrer Hilfe übertragen wir Ihre Kiefersituation auf ein zuvor gefertigtes Kiefermodell, das zuvor auf Basis eines Kieferabdrucks gefertigt wurde. Auf diese Weise können die Funktionalität Ihres Kauapparates außerhalb des Kauapparates simulieren und analysieren. Im Prinzip geht es darum, anhand ihrer tatsächlichen Position die Zielposition der Kiefergelenke zu bestimmen.
Der Ausgleich der tatsächlichen Kiefergelenkposition erfolgt dann unter Einsatz einer individuellen Aufbissschiene aus Kunststoff. Liegen die Ursachen für die Kiefergelenkproblematik in einem nicht richtig angepassten Zahnersatz, wie zum Beispiel einer zu hohen Krone, kann nach der Schienentherapie eine komplette prothetische Neuversorgung notwendig werden.
Die Funktionsanalyse ermöglicht eine besonders sichere Diagnose und eine zielführende Behandlungsplanung. Die Kosten für die Funktionsanalyse werden derzeit zwar noch nicht von den Krankenkassen übernommen, doch ihr überaus großer Nutzen macht sie zu einer sehr guten Investition.
Die CMD-Diagnostik wird durch eine eingehende Röntgendiagnostik vervollständigt. Hier haben sich insbesondere 3D-Röntgenaufnahmen (DVT) bewährt.
CMD Therapie bei Kiefergelenkschmerzen



Wie wird eine CMD behandelt?
Behandlung mit Aufbissschiene
Die CMD Schiene bringt Ihre Kiefergelenke wieder in die richtige Position und sorgt für einen normalen Zusammenbiss. Bereits nach kurzer Zeit werden Sie durch das Tragen der Schiene eine deutlichen Entspannung im Kauapparat und eine Reduzierung Ihrer Schmerzen verspüren. Wurde mithilfe der Schiene eine völlige Schmerzfreiheit erreicht, folgen manchmal zur Sicherung des langfristigen Behandlungserfolges weitere Maßnahmen durch den CMD-Zahnarzt.
Ganzheitliche Zahnmedizin bei CMD
Die Kau- und Gesichtsmuskeln versuchen, die Defizite in den Kiefergelenken zu kompensieren, und werden daher stärker belastet als normal. Als Folge treten erhebliche Verspannungen in dieser Muskulatur aus, die sich nach und nach auf den Nacken und schließlich auf den ganzen Körper ausweiten können. Eine ähnliche Übertragung kann auch von den Kiefergelenken zu anderen Gelenken des Körpers erfolgen. Dies ist möglich, weil sämtliche Muskeln und Gelenke des Körpers über Funktionsketten miteinander verbunden sind. Oft ist für die Behandlung einer CMD daher ein ganzheitlicher Behandlungsansatz nötig, welcher auch Orthopäden, Physiotherapeuten, Kieferorthopäden oder Kollegen anderer Disziplinen mit einbezieht.
Ihr CMD-Spezialist: die Praxisklinik Herne
Wir, Ihr Team der Praxisklinik Herne, würden uns freuen, wenn wir Ihnen mit diesen Hinweisen wertvolle Anstöße für die Auseinandersetzung mit Ihrer Körperfehlhaltung konnten.
Selbstverständlich werden wir Sie im Rahmen der CMD-Diagnostik und -Behandlung noch eingehender von uns beraten. Besteht bei Ihnen eine craniomandibuläre Dysfunktion, werden wir gemeinsam mit Ihnen Wege aus der Schmerzspirale finden.
Die richtige Körperhaltung einnehmen
Nehmen Sie die optimale Körperhaltung ein? Hier finden Sie einige wertvolle Tipps zur Selbstbeobachtung, die Ihnen helfen können, einer CMD vorzubeugen oder eine bereits bestehende CMD zu lindern.
Für die Selbstbeobachtung benötigen Sie zwei Standspiegel wie in Umkleidekabinen, sodass Sie alle Seiten des Körpers betrachten können.
Um ihre aktuelle Körperhaltung zu beurteilen, stellen Sie sich zunächst ganz locker vor den Spiegel. Lassen Sie dabei die Arme herunterhängen. Nun schauen Sie sich Ihre Haltung von vorne, von hinten und von den Seiten ganz genau an und halten Ihre Beobachtungen fest.
Kopfstellung und Beweglichkeit
- Bilden Kopf und Rücken eine Achse?
- Neigen Sie den Kopf automatisch nach rechts oder links?
- Ist der Kopf nach vorne oder hinten geschoben?
- Können Sie den Kopf ohne Probleme nach rechts und links drehen?
- Können Sie den Kopf ohne Einschränkungen nach vorne und hinten kippen?
Schulterstellung
- Sind die Schulter verschieden hoch?
- Besteht eine Seitenhöhen-Differenz?
- Sind die Schultern in irgendeiner Form gedreht?
- Sind die Schultern eingezogen beziehungsweise hängen nach vorne herab?
Körperachse Wirbelsäule-Becken-Beine
- Wirkt das Becken gedreht?
- Steht das Becken schief?
- Bei Beckenschiefstand: Ist vielleicht eine Entlastungshaltung verantwortlich?
Wie lassen sich Körperhaltung und Muskulatur positiv beeinflussen?
Bei der Arbeit – ganz gleich, ob draußen, im Büro oder im häuslichen Umfeld – achtet man oft nicht auf die richtige Körperhaltung. Bei Menschen, die viel am Schreibtisch sitzen und sich nicht viel bewegen, ist dies besonders ausgeprägt.
Schnell schlägt sich eine Körperfehlhaltung in Muskelverspannungen und Schmerzen nieder. Wie wir gesehen haben, wirken sich Störungen im Bewegungsapparat negativ auf den Aufbiss aus und sorgen zu einer Falschbelastung der Kiefergelenke.
Hier wird deutlich, wie wichtig im Falle einer CMD die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt, Orthopäden, Physiotherapeuten und/oder Osteopathen ist.
Während der zahnärztliche CMD-Spezialist die Probleme in den Kiefergelenken therapiert, kann der Orthopäde verschiedene Messungen vornehmen, um einen eventuellen Zusammenhang zwischen der Kiefergelenkproblematik und den Beschwerden im Bewegungsapparat festzustellen. Hier hat sich insbesondere die 3D-Vermessung der Wirbelsäule bewährt.
Sind die Ursachen diagnostiziert, kann der Physiotherapeut oder Osteopath durch gezielte Behandlungsmaßnahmen die Muskeln harmonisieren, sodass Ihr Bewegungsapparat wieder ins Lot kommt. Die Feldenkrais- oder Rolfing-Therapie ist ein gutes Mittel, um einen positiven Einfluss auf die Körperhaltung zu nehmen.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG), Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Instrumentelle, bildgebende und konsiliarische Verfahren zur CMD-Diagnostik. DZZ 58 (2003) 7
- Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT), Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Instrumentelle zahnärztliche Funktionsanalyse und Kieferrelationsbestimmung. AWMF Registernummer: 083-017. 2022
- Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT). Therapie craniomandibulärer Dysfunktionen (CMD). 2022.
- Kares H., Schindler, H., Schöttl R. Der etwas andere Kopf- und Gesichtsschmerz. Craniomandibuläre Dysfunktionen CMD. International College of Cranio-Mandibular Orthopedics, Sektion Deutschland e.V. 2008
- GZFA. CMD Craniomandibuläre Dysfunktion: Kaufunktionsstörungen. (Zuletzt abgerufen: 04/2023)