Weisheitszahn OP: Operative Weisheitszahn-Entfernung
Das Entfernen der Weisheitszähne zählt zu den häufigsten oralchirurgischen Maßnahmen.
Weisheitszahn-OP: das Wichtigste in Kürze
| Dauer | Meist nicht länger als 20 Minuten; alle vier Weisheitszähne in einer Sitzung bis zu 60 Minuten |
|---|---|
| Betäubung | In der Regel lokale Betäubung, auch bei allen vier Weisheitszähnen (je zwei Spritzen im Ober- und Unterkiefer); Vollnarkose nur bei aufwendigerer OP oder starker Zahnarztangst |
| Ambulant oder Klinik | Ambulant beim Zahnarzt oder Oralchirurgen, auch wenn alle vier Zähne auf einmal gezogen werden |
| Schwellungen | Bis zu 7 Tage |
| Schmerzen | Können 7 bis 14 Tage anhalten, mit abklingender Intensität |
| Fäden ziehen | Im Schnitt etwa 7 Tage nach der OP |
| Verzicht auf körperliche Belastung | Mindestens 3 bis 5 Tage meiden; bei verzögertem Heilungsverlauf 7 bis 10 Tage |
| Kosten | Wird bei medizinischer Notwendigkeit von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen |
Was ist ein Weisheitszahn und wo sitzen Weisheitszähne?
Auf einen Blick
Weisheitszähne sind die jeweils letzten Backenzähne am Ende der Zahnreihen von Ober- und Unterkiefer, die meist erst zwischen dem 16. und 25. Lebensjahr aus Kieferknochen und Weichgewebe durchbrechen und aufgrund ihrer Größe oft Probleme bereiten.
Hat jeder Mensch Weisheitszähne?
Normalweise verfügt ein Mensch über insgesamt 32 Zähne. Dazu gehören bei den meisten Menschen vier Weisheitszähne – je einer in jedem Gebissquadranten. Es gibt aber auch Menschen, die weniger oder gar keine Weisheitszähne entwickeln. Die Gründe sind ein komplexes Zusammenspiel aus individuellen genetischen und evolutionären Faktoren, die letztlich darüber entscheiden, wie viele Weisheitszähne ausgebildet werden.
Grundsätzlich sind Weisheitszähne ein Relikt „aus alten Zeiten“, als die Speisen der Menschen noch härter, zäher und entsprechend schwerer zu kauen waren. Die Kiefer dieser frühzeitlichen Menschen waren deshalb kräftiger ausgebildet als beim modernen Menschen, und die zusätzlichen vier Zähne am Ende der Zahnreihen wurden tatsächlich gebraucht.
Mit fortschreitender Evolution und sich verändernden Ernährungsgewohnheiten hin zu gekochter, weicherer Nahrung bildeten sich das Volumen des Kiefers immer weiter zurück. Die eigentlich überflüssig gewordenen Weisheitszähne hielten mit dieser Entwicklung allerdings und sind deshalb heute noch bei vielen Menschen angelegt. Da Weisheitszähne meist erst zwischen dem 16. und 25. Lebensjahr durchbrechen, müssen sie sich in eine meist schon vollständige Zahnreihe eingliedern, ohne immer den ausreichenden Platz hierfür zu haben. Infolgedessen können sich Schmerzen, Entzündungen oder Zahnfehlstellungen entwickeln.
Spätestens wenn ein Weisheitszahn schmerzt, ist es Zeit, Ihren Zahnarzt aufzusuchen, damit die zugrundeliegenden Erkrankungen behandelt werden können. Nicht immer müssen die Weisheitszähne dazu entfernt werden. Manchmal können die Beschwerden auch mit einem kurzen Eingriff, Antibiotika und/oder einem antiseptischen Mundwasser beseitigt werden. Wichtig ist eine eingehende Diagnostik, um festzustellen, was mit Ihrem Weisheitszahn los ist. Dann kann entschieden werden, ob der Zahn noch behandelt werden kann oder gezogen werden muss.
Weisheitszähne ziehen lassen - wann ist es nötig?
Es gibt Fälle, die ein Entfernen der Weisheitszähne sinnvoll erscheinen lassen und manchmal sogar notwendig machen. Häufig sind es nicht oder nur teilweise durchgebrochene (retinierte, teil-retinierte) und/oder schiefe (verlagerte) Weisheitszähne, die gezogen werden müssen. Insbesondere verlagerte Weisheitszähne üben häufig Druck auf die Nachbarzähne aus. Dies kann zu Zahnverschiebungen und Wurzelschädigungen führen.
Wenn Weisheitszähne entweder nur im Oberkiefer- oder nur im Unterkiefer durchbrechen, fehlen ihnen ihre jeweiligen Gegenspieler. Dadurch können sich die Weisheitszähne „verlängern“, das heißt über die Kauflächen hinauswachsen. Mitunter gerät hierdurch das gesamte Kausystem aus der Balance. Unangenehme Kiefergelenkbeschwerden oder Verspannungen in den Gesichtsmuskeln sind mögliche Folgen.
Weisheitszähne können sich oft über lange Zeit „unauffällig“ verhalten. Treten dann, scheinbar aus dem Nichts, plötzlich Beschwerden auf, ist meist eine unzureichende Zahnpflege die Ursache. Da sich Weisheitszähne aufgrund ihrer Lage im Kiefer schwerer pflegen lassen als die übrigen Zähne, lagern sich an ihren Rändern häufig bakterielle Zahnbeläge ab, die mit der Zeit zu Zahn- und Kieferproblemen führen können, darunter:
- Karies
- Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) oder Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates (Parodontitis)
- eine bakterielle Infektion der Wange, Zunge oder des Rachens (zellulitischer Weichsgewebinfekt)
- Eiteransammlungen im Umfeld der Weisheitszähne (Abszesse)
- mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Umfeld der Weisheitszähne (Zysten)
Weisheitszahn-Lagen im Kiefer
Die häufigsten Gründe für eine Weisheitszahn-Entfernung
In der Regel wird aus folgenden Gründen zu einer Entfernung der Weisheitszähne geraten:
- nicht oder nur teilweise durchgebrochener (retinierter / teilretinierter) Weisheitszahn
- schief (gekippt) oder verdreht im Knochen liegende Weisheitszähne, die Druck auf angrenzende Zähne ausüben
- Weisheitszähne weisen stark verästelten Wurzeln auf (in Kombination mit anderen Indikationen)
- Wiederkehrende Entzündungen (Perikoronitis) im Bereich durchbrechender Weisheitszähne
- erfolgreiche kieferorthopädische Behandlung zur Begradigung der Zähne werden durch Weisheitszähne behindert
- Entstehung von Follikelzysten oder odontogene Keratozyste
Weisheitszähne müssen ggf. nicht entfernt werden, wenn …
In folgenden Fällen kann unter bestimmten Umständen auf die Entfernung der Weisheitszähne verzichtet werden:
- die Weisheitszähne keine Beschwerden verursachen
- andere Zähne von den Weisheitszähnen nicht beeinträchtigt, z. B. verschoben werden
- die Weisheitszähne korrekt gewachsen sind und mit genügend Platz im Kiefer liegen
- eine Behandlung der Weisheitszähne bei Beschwerden wie Karies problemlos möglich ist
Woran erkennt man entzündete Weisheitszähne?
Die häufigste Ursache für einen entzündeten Weisheitszahn ist eine Ansammlung von Bakterien im umliegenden Zahnfleisch. Diese Bakterienansammlungen treten in der Regel in Vertiefungen zwischen Zahn und Zahnfleisch (Sulcus gingivalis) bzw. in Zahnfleischtaschen hinter dem Weisheitszahn auf und lassen sich ohne zahnärztliche Unterstützung kaum entfernen. Infolgedessen kann es zu einer Infektion des Gewebes kommen, die sich unbehandelt ausbreiten oder zu gesundheitsschädlichen Abszessen führen kann.
Typische Anzeichen für eine Weisheitszahnentzündung sind:
- Schmerzen und erhöhte Empfindlichkeit des hinteren Mundbereichs
- Gerötetes, angeschwollenes Zahnfleisch in der Nähe des Weisheitszahns
- Eiterbildung in der Zahnfleischtasche des Weisheitszahns
- Schwierigkeiten beim Kauen, Schlucken und Öffnen des Mundes
- Schwellungen des Gesichts und der Lymphknoten
- Fieber
- Kopfschmerzen
- Mundgeruch
An welchen Anzeichen erkenne ich selbst, dass die Weisheitszähne raus müssen?
Nachfolgend geben wir Ihnen eine Schnellübersicht häufiger Symptome und Beschwerden, die darauf hinweisen können, dass die Weisheitszähne Probleme bereiten und eventuell entfernt werden sollten. Ob dies wirklich notwendig ist, kann jedoch nur Ihr behandelnder Zahnarzt bzw. Zahnchirurg beurteilen.
- anhaltende bzw. wiederkehrende Schmerzen im hinteren Bereich des Kiefers (Molaren)
- in den Kopf ausstrahlendes Druckgefühl und Verspannungen (Unterkiefer, Gehör, Schläfen oder Rachen).
- Rötungen, Empfindlichkeit und Schwellungen am Zahnfleisch unmittelbar um den Weisheitszahn
- Bewegungseinschränkung aufgrund von Schwellungen im Wangen- oder Kieferbereich bzw. Reizung der Kaumuskulatur
- Entzündung und Abszessbildung über einem durchbrechenden Weisheitszahn
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Wissenswertes zu Weisheitszähnen und Weisheitszahn-Ops
In welchem Alter sollte man Weisheitszähne bestenfalls entfernen lassen?
Das optimale Alter für die Entfernung von Weisheitszähnen liegt zwischen 16 und 25.* In dieser Lebensphase sind die Wurzeln der Weisheitszähne oftmals noch nicht vollständig ausgebildet, der Kieferknochen elastischer und der Heilungsprozess verläuft meist schneller und komplikationsärmer als in höheren Altersbereichen.
* Vorausgesetzt es liegt eine medizinische Indikation vor
Können Weisheitszähne zu Zahnfehlstellungen führen?
Können Weisheitszähne nachwachsen?
Nein, wenn ein Weisheitszahn entfernt wurde, kann er nicht nachwachsen.
Fälle, in denen Menschen von nachwachsenden Weisheitszähnen berichten, sind in der Regel auf bei den Röntgenaufnahmen „übersehene“ Weisheitszähne, Hyperdontie (d.h. es sind mehr als vier Weisheitszähne im Kiefer angelegt) oder im Kiefer verbliebene Wurzelstücke, die mit den Jahren an die Oberfläche wandern, zurückzuführen.
Wenn Sie also das Gefühl haben, dass ein entfernter Weisheitszahn „nachwächst“, sollten Sie die Situation umgehend mit Ihrem Zahnarzt oder Kieferchirurgen besprechen und eine erneute Röntgendiagnostik in Betracht ziehen.
Müssen alle Weisheitszähne auf einmal entfernt werden?
Nein, gibt es keine Indikationen, die für eine schnellstmögliche Entfernung sprechen, können Weisheitszähne auch in mehreren Etappen entfernt werden. Dieses Vorgehen verringert die Einschränkungen, die Patienten nach einer Weisheitszahn OP beim Essen und Trinken hinnehmen müssen. Gleichzeitig verlängert sich durch mehrere einzelne chirurgische Eingriffe der Zeitraum, der für die Wundheilung benötigt wird. Ob alle vier Weisheitszähne auf einmal gezogen werden können (bzw. müssen) oder die Operation auch in mehreren Schritten vollzogen werden kann, klären Sie bestenfalls mit Ihrem behandelnden Zahnarzt oder Zahnchirurgen.
Werden die Weisheitszähne unter lokaler Betäubung gezogen, oder ist eine Narkose besser?
Eine lokale Betäubung reicht für eine Weisheitszahn OP in der Regel aus – selbst dann, wenn alle vier Weisheitszähne zugleich gezogen werden. Ihr Zahnarzt wird Ihnen hierfür je zwei Betäubungsspritzen im Oberkiefer und Unterkiefer setzen und so das OP-Areal vollständig betäuben. Viele Zahnärzte empfehlen Ihren Patienten bei aufwendigeren Weisheitszahn-Entfernungen oder Zahnarztangst die Vollnarkose oder eine Sedierung. Beides kann in der Praxisklinik Herne unter der Leitung eines erfahrenen Anästhesisten durchgeführt werden.
Spricht eine Erkältung gegen eine Weisheitszahn-OP?
Eine leichte Erkältung muss nicht zwingend gegen eine Weisheitszahn-OP sprechen. Die individuelle Situation sollte jedoch frühestmöglich mit der behandelnden Praxis abgeklärt werden. Da eine leichte Erkältung als relative, nicht aber absolute Kontraindikation gilt, liegt Entscheidung für oder gegen die Behandlung im Ermessen des behandelnden Zahnarztes bzw. Zahnchirurgen.
Bei stärkeren Symptomen wie Fieber, starken Halsschmerzen und anhaltendem Husten muss das Entfernen der Weisheitszähne meist verschoben werden, da beispielsweise Husten und Schnupfen eine OP verkomplizieren. Zusätzlich muss bei einer durch einen grippalen Infekt bedingten vorübergehenden Schwächung des Immunsystems davon ausgegangen werden, dass die Wundheilung beeinträchtigt wird und sich die Chance auf postoperative Infektionen erhöht.
Wir empfehlen das Verschieben Ihrer Weisheitszahn-OP in folgenden Fällen:
- Fieber
- Starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden
- Starker Husten
- Beschwerden durch chronische Erkrankungen, die durch Infekt verschlechtert sind
Muss ich zur Weisheitszahn OP ins Krankenhaus?
Nein, für eine Weisheitszahn OP müssen Sie nicht ins Krankenhaus. Heute werden Weisheitszahnentfernungen in der Regel ambulant beim Zahnarzt oder Oralchirurgen durchgeführt – selbst wenn alle vier Zähne auf einmal gezogen werden.
Ein einzelner Weisheitszahn wird fast immer unter lokaler Betäubung extrahiert. Wenn jedoch mehrere Weisheitszähne an einem Termin entfernt werden sollen, erleichtert eine Vollnarkose oder Sedierung den Eingriff deutlich. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, eine auf Oralchirurgie spezialisierte Spezialklinik mit einem erfahrenen Anästhesisten aufzusuchen. Eine Übernachtung ist in nahezu allen Fällen jedoch nicht erforderlich.
Wie bereite ich mich optimal auf eine Weisheitszahn-OP vor?
Wir empfehlen folgende Schritte vor einer Weisheitszahn-OP, damit der Eingriff möglichst komplikationsarm verläuft:
- Nehmen Sie das Aufklärungsgespräch ernst – und scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Ihr Zahnarzt bzw. Zahnchirurg klärt Sie umfassend über den Eingriff auf. Wenn Ihnen dabei etwas unklar ist, sprechen Sie dies unbedingt an. Nur so können Sie gut informiert und mit einem sicheren Gefühl in die Behandlung gehen.
- Planen Sie ausreichend Zeit zur Erholung ein. Wählen Sie einen Termin, nach dem Sie sich mindestens drei bis fünf Tage ohne körperliche Anstrengung oder wichtige Verpflichtungen ausruhen können.
- Bereiten Sie rechtzeitig Kühlpacks vor. Legen Sie spätestens am Abend vor dem Eingriff zwei wiederverwendbare Kühlpacks in den Kühlschrank (nicht ins Gefrierfach!). So stehen sie direkt nach der Operation zur Verfügung, um Schwellungen und Schmerzen zu lindern.
- Organisieren Sie rechtzeitig eine Begleitperson. Wenn der Eingriff unter Vollnarkose oder im Dämmerschlaf erfolgt, dürfen Sie im Anschluss nicht selbst aktiv am Straßenverkehr teilnehmen – insbesondere nicht selbst Auto fahren. Bitten Sie daher frühzeitig eine Vertrauensperson, Sie zu begleiten und sicher nach Hause zu bringen.
Wer zieht die Weisheitszähne?
Wenn der Weisheitszahn gerade Wurzeln hat, nicht verlagert und vollkommen durchgebrochen ist, kann ihn jeder gut ausgebildete Zahnarzt ziehen. Für die operative Entfernung von Weisheitszähnen sollte der Zahnarzt allerdings eine oralchirurgische Spezialausbildung haben.
Unser Oralchirurg Dr. Mintert ist sehr erfahren im Ziehen und Herausoperieren von Weisheitszähnen. Er betrachtet dennoch keinen Eingriff als „Routine“ und wird Sie sehr individuell und einfühlsam behandeln.




Wie läuft die Weisheitszahn-OP ab?
Bei der Weisheitszahnentfernung ist eine gründliche Voruntersuchung von entscheidender Bedeutung. Durch eine umfassende Voruntersuchung und die Verwendung eines dreidimensionalen DVT-Röntgenbildes (bei Verdacht auf Nervnähe) kann der Zahnarzt oder Oralchirurg die genaue Lage der Weisheitszähne präzise bestimmen und den Eingriff planen. Dies minimiert das Risiko einer Verletzung des sensiblen Unterkiefernervs und verringert die Gefahr einer vorübergehenden Taubheit der Unterlippe. Während des Eingriffs erfolgt in den meisten Fällen ein Schleimhautschnitt, gefolgt von der Freilegung der Zahnkrone, der möglichen Teilung des Zahns und der Entnahme der einzelnen Zahnteile. Abschließend wird die Wunde mit Nähten verschlossen.
Für eine bessere Übersicht stellen wir nun eine typische chirurgische Weisheitszahn-OP dar.
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Mehr InformationenWeisheitszahn OP: Ablauf
Nach eingehender Diagnostik und Planung des Eingriffs verläuft eine Weisheitszahn Operation meist in folgenden Schritten:
- Anästhesie (lokale Betäubung oder je nach Wunsch/Situation Vollnarkose oder Sedierung)
- Öffnung des Zahnfleischs mit einem Skalpell – Alternativ: Einsatz eines Lasers zur Eröffnung des OP-Areals
- Zur-Seite-Klappen des Zahnfleischs
- Bohren eines Zugangs zum betroffenen Weisheitszahn-Areal unter Einsatz einer oralchirurgischen Fräse (unter gleichzeitiger Kühlung des Gewebes mit einer Kochsalzlösung).
- Freilegung der Zahnkrone
- Chirurgische Teilung des Zahns und Entnahme der einzelnen Zahnteile – Alternativ: Schonenden ultraschallbasierten Piezochirurgie-Methode zur Abtragung des Knochens und Teilung des Zahns
- Keimreduktion im Bereich OP-Areals (besonders effizient per Softlaser vor und nach dem Eingriff)
- Zuklappen des Zahnfleischs und Vernähen der Wunde
- Nachsorge
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Weisheitszahn OP ohne Naht?
Ob die Wunde nach einer Weisheitszahn Extraktion vernäht werden muss, hängt von dem Umfang des Eingriffs ab. Durch den Einsatz von Laser und der Piezochirurgie kann der Oralchirurg den Eingriff für den Patienten deutlich schonender und angenehmer gestalten als mit den klassischen Skalpellen, Bohrern und chirurgischen Fräsen. Der Einsatz des Softlasers mit keimreduzierender und blutstillender Wirkung im Anschluss an die Behandlung ist heilungsfördernd und darum auf jeden Fall empfehlenswert.
Wie lange dauert eine Weisheitszahn-OP?
In den meisten Fällen dauert eine Weisheitszahn OP nicht länger als 20 Minuten. Je nach Anzahl der zu entfernenden Zähne, der Komplexität des Eingriffs sowie der gewünschten Form der Anästhesie kann die benötigte Zeit jedoch deutlich variieren. So kann die Entfernung aller vier Weisheitszähne innerhalb einer einzelnen Sitzung mitunter auch bis zu 60 Minuten beanspruchen.
Welche Vorteile hat die Piezochirurgie bei der Weisheitszahnentfernung?
Die Piezochirurgie im Rahmen der Weisheitszahn-Extraktion hat viele Vorteile für die Patienten. Diese moderne Operationstechnik arbeitet mit Ultraschall und wird häufig zum Schneiden oder Abtragen von Knochen eingesetzt. Der piezochirurgische Eingriff wirkt ausschließlich auf den Knochen ein, ohne dabei das umgebende Weichgewebe zu verletzen. Postoperative Schwellungen und Schmerzen können so reduziert und die Wundheilung beschleunigt werden.
Welche Risiken birgt eine Weisheitszahn-OP?
Wie jeder chirurgischer Eingriff birgt auch die Entfernung von Weisheitszähnen gewisse Risiken für Komplikationen, die jedoch mit einer umfassenden Diagnostik und durch den Einsatz schonender Behandlungsmethoden sehr gering gehalten werden können.
Zu den möglichen Risiken einer Weisheitszahn OP zählen
- Postoperative Entzündungen bei Eindringen von Bakterien in die Wunden, dadurch: Entstehung von Knocheninfektionen oder Abszessen
- Temporäre Sensibilitätsstörungen – hierdurch: Gefühlsstörungen in der Unterlippe, Taubheitsgefühl, Kribbeln
- Schädigung der Wurzeln von Nachbarzähnen
- Sehr selten: dauerhafte Nervenschädigungen, auch am Nervus Lingualis (Zungennerv)
- Eröffnung der Kieferhöhle
- Kieferbruch – sehr selten, jedoch möglich bei der Entfernung tief liegenden Weisheitszähnen mit anschließender starker Krafteinwirkung, beispielsweise bei Kontaktsportarten
- Trockene Wunde (Alveolitis sicca): Auflösung oder Ausbleiben des schützenden Blutgerinnsels in der Wunde – erkennbar an Schmerzen, die nach 2–3 Tagen erneut zunehmen statt abklingen
Weisheitszahn OP – Was Sie danach beachten sollten
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Mehr InformationenTipps nach der (Weisheits-)Zahn OP – Das sind die Gebote!
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Mehr InformationenTipps nach der (Weisheits-)Zahn OP – Was hilft gegen Schwellungen?
Schnellübersicht Weisheitszahn OP – 7 Tipps für die Zeit danach
- Kühlen: Kontinuierliches Kühlen in 10-Minuten-Intervallen – im besten Falle auch nachts – über drei Tage z.B. mittels Kühlpacks reduziert postoperative Schwellungen und senkt das Risiko von Blutergüssen.
- Essen & Trinken: Weiche, flüssige und kühle Lebensmittel sollten in den ersten Tagen nach der OP bevorzugt werden. Heiße, krümelige, harte, scharfe oder klebrige Nahrungsmittel sollten hingegen für etwa drei Tage vom Esstisch verbannt werden.
- Ausruhen: Auf Sport und körperlich anstrengende, Blutdruck-steigernde Tätigkeiten sollte für etwa zwei Wochen verzichtet werden.
- Vorsichtige Mundhygiene: Die gewohnte, regelmäßige Zahnpflege kann mit einer weichen Zahnbürste beibehalten werden – das Wund-Areal sollte dabei jedoch unbedingt ausgespart werden.
- No-Gos: Rauchen und Alkohol verzögern die Wundheilung und erhöhen das Infektionsrisiko. Auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee, Energy-Drinks oder Cola sollte zumindest für die ersten Tage nach der Weisheitszahn OP verzichtet werden.
- Schmerzmittel: Schmerzen sollten mit entzündungshemmendem Ibuprofen oder Paracetamol (nicht entzündungshemmend) abgemildert werden. Aspirin sollte aufgrund der blutverdünnenden Wirkung nicht eingenommen werden.
- Hör auf deinen Zahnarzt! Je besser den Verhaltensempfehlungen des behandelnden Zahnarztes bzw. Zahnchirurgen nach der OP gefolgt wird sowie Nachsorge-Termine wahrgenommen werden, desto geringer sind die Chancen für etwaige Komplikationen.
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Wie lange dauert die Schwellung nach einer Weisheitszahnentfernung?
Bei einigen Patienten treten fast gar keine Schwellungen auf, bei anderen können sie bis zu 7 Tage anhalten. Ob eine Schwellung entsteht, wie stark sie ist und wie lange sie dauert, hängt von jedem Einzelfall ab. Sie richtet sich nach der Schwere des Eingriffs und der allgemeinen Regenerationsfähigkeit der Patienten.
Gut zu wissen: eine Keimreduktion des OP Bereiches mit Laser (Lasertherapie) vor und nach dem Eingriff kann …
- die Wundheilung beschleunigen
- die Gefahr einer Infektion minimieren
- die Menge an benötigten Schmerzmitteln reduzieren
Wie lindere ich eine Schwellung nach einer Weisheitszahn OP?
Gegen die Schwellungen nach einer Weisheitszahn OP hilft:
- Außen kühlen: kalte Waschlappen und Kühl-Packs auf die Wange legen.
- Innen kühlen: Eiswürfel lutschen (Eiswürfel aus Salbeitee wirken entzündungshemmend).
- Viel Trinken: trinken Sie ausreichend stilles Wasser.
- Mundspülung: mehrmals am Tag den Mund vorsichtig mit klarem Wasser ausspülen. (ab Tag 2 nach der Weisheitszahn-OP)
- Viel Ruhe: vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten und Sport, sowie langes Reden oder Kauen.
- Nicht Rauchen: Rauchen verlangsamt die Wundheilung, offene Wunden können sich entzünden.
- Wärme vermeiden: verzichten Sie auf zu langes Liegen in der Sonne, Saunagänge oder das Sonnenstudio (ebenso auf heißes Essen und Getränke).
Wie lange muss ich meine Wangen nach einer Weisheitszahn-OP kühlen?
Gegen die “Hamsterbacken” nach dem Ziehen der Weisheitszähne können Sie eine Menge selbst tun. Es ist auf jeden Fall hilfreich, bereits vor dem Eingriff zu Hause kalte Waschlappen oder Kühlpacks vorzuhalten, auch wenn Sie sie vielleicht nicht brauchen. Gerne erklärt Ihnen Ihr Zahnarzt in Herne, wie Sie „richtig kühlen“. Wichtig ist, dass Kühlpacks nie direkt auf die Haut aufgelegt, sondern vorher in ein Tuch gewickelt werden.
Wann verschwindet das Taubheitsgefühl nach einer Weisheitszahn-OP?
Ein Taubheitsgefühl nach einer Weisheitszahn-OP kann verschiedene Gründe haben. Als Auswirkung der lokalen Betäubung klingt die Taubheit üblicherweise nach 3 – 6 Stunden ab. Im Falle einer Nervenreizung, einer Druckschwellung oder eines Hämatoms kann das Taubheitsgefühl auch über mehrere Tage bis zu zwei Wochen andauern. Eine längere Taubheit verbunden mit einem Kribbeln oder einer Überempfindlichkeit, jedoch ohne feststellbare Besserung sollte baldmöglichst mit dem behandelnden Zahnarzt abgeklärt werden, um einen Nervenschaden auszuschließen.
Wie lange habe ich nach der Weisheitszahn-OP Schmerzen?
Die Schmerzen nach einer Weisheitszahn OP können 7 bis 14 Tage anhalten, allerdings mit abklingender Intensität. Sollten die Schmerzen trotz ausreichend Ruhe, Kühlung und Schmerzmittel nicht nachlassen, zögern Sie nicht unsere Praxis aufzusuchen.
Die Schmerzentwicklung nach einer Weisheitszahn-OP ist nicht bei jedem Menschen gleich und hängt auch von der individuellen Wundheilung ab. Deshalb kann Ihr Zahnarzt die Dauer eventuell auftretender Schmerzen auch nicht mit Bestimmtheit voraussagen. Geeignete und richtig dosierte Schmerzmittel sorgen aber dafür, dass Schmerzen nach dem Ziehen der Weisheitszähne in einem erträglichen Maße auftreten.
Welche Schmerzmittel kann ich nach der Weisheitszahn-Entfernung nehmen?
Ihr Zahnarzt wird Ihnen das für Sie geeignete Schmerzmedikament mitgeben oder verschreiben. Sehr gut eignet sich Ibuprofen und Paracetamol. Ibuprofen wirkt nicht nur sehr gut gegen Schmerzen, sondern ist zugleich auch entzündungshemmend.
Basierend auf den Empfehlungen des IQWiG haben sich die nachfolgenden medikamentösen Schmerztherapien im Rahmen einer Weisheitszahn-Operation bewährt:
| Wirkstoff | Wirkung | Dosierungsempfehlungen* |
|---|---|---|
| Ibuprofen | schmerzstillend, entzündungshemmend | 400 – 600 mg alle 6 – 8 Std., maximal 1.200 mg/Tag (nach med. Abklärung bis zu 2.400 mg/Tag) |
| Paracetamol | schmerzstillend, fiebersenkend | 500 – 1.000 mg alle 6-8 Std., maximal 4.000 mg/Tag |
| Ibuprofen + Paracetamol kombiniert | Bessere Schmerzlinderung als durch Einzeleinnahme | Nur nach ärztlicher Rücksprache |
* Dosierungsempfehlungen für Erwachsene ohne Vorerkrankungen. Bei Einnahme anderer Medikamente (wie Blutverdünnern), chronischen Erkrankungen oder bekannten Allergien, ist eine Rücksprache mit Ihrem Zahnarzt zwingend erforderlich.
Wichtig: Nehmen Sie auf keinen Fall Aspirin. Der in Aspirin enthaltene Wirkstoff Acetylsalicylsäure ist ungeeignet, da er blutverdünnend wirkt und deshalb die postoperative Blutungsneigung und damit das Infektionsrisiko erhöht.
In der Homöopathie wird nach einer Weisheitszahn-OP häufig auf Arnica Globuli gesetzt (welche ergänzend eingesetzt werden können, die zuvor beschriebenen medikamentösen Schmerztherapien aber nicht ersetzen können).
Warum sind die Schmerzen nach einer Weisheitszahn-OP nachts oft stärker?
Dass die Schmerzen nach einer Weisheitszahnentfernung in den ersten Nächten häufig als stärker wahrgenommen werden, liegt vor allem daran, dass Schmerzmedikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol, die nach einer Weisheitszahnextraktion üblicherweise eingenommen werden, eine Wirkdauer von 4 bis 8 Stunden besitzen und somit meist gegen Abend nachlassen, wenn sie am Morgen oder frühen Nachmittag eingenommen werden.
Die Schmerzen sind somit nicht unbedingt stärker, sondern treten mit nachlassender Wirkung der Medikamente schlicht wieder stärker in den Vordergrund der Wahrnehmung und werden deshalb subjektiv als intensiver empfunden. Wenn in den Abendstunden Ruhe einkehrt, entfallen zudem viele Reize und Aktivitäten, die von den Schmerzen ablenken können. So nimmt der Schmerz mehr Platz im Bewusstsein ein.
Darüber hinaus kommt es in liegender Position zu einer verstärkten Durchblutung des Kopf- und Kieferbereichs, was den Druck auf das empfindliche Gewebe und die umliegenden Nerven erhöht und oft als Spannungs- oder Druckgefühl wahrgenommen wird – insbesondere in den ersten 2 bis 3 Tagen, wenn die Schwellungen noch nicht abgeklungen, sondern vergleichsweise ausgeprägt sind. Eine leicht erhöhte Schlafposition kann diesem Umstand jedoch üblicherweise gut entgegenwirken.
Wie lange blutet die Wunde nach einer Weisheitszahn-OP?
Oft hören die postoperativen Blutungen bereits wenige Stunden nach dem Eingriff wieder auf. Schwächere Blutungen bis zu drei Tage nach dem Eingriff gelten aber auch noch als normal. Bedenken Sie: das austretende Blut ist mit Speichel vermischt. Dadurch wirkt die Menge des Blutes größer als sie tatsächlich ist. Bei starken Blutungen oder Blutungen, die länger andauern, sollten Sie aber auf jeden Fall Ihren Zahnarzt oder die Praxisklinik Herne aufsuchen.
Wichtig: möglichst nicht niesen und Nase putzen.
Sind Weisheitszähne aus dem Oberkiefer entfernt worden, sollten Sie in den ersten Tagen nach dem Eingriff versuchen, das Niesen zu unterdrücken und das Nase putzen zu vermeiden, da beides zu Nachblutungen führen kann.
Darf man nach einer Weisheitszahnoperation nicht niesen oder sich die Nase putzen?
Ja, direkt nach einer Weisheitszahn-OP sollte man kräftiges Naseputzen und Niesen möglichst vermeiden – idealerweise für etwa ein bis zwei Wochen. Der Grund ist, dass der entstehende Druck in Kopf und Kiefer (und damit auf das Operationsgebiet) das Risiko für Nachblutungen erhöht, weil das die Wunde verschließende Blutgerinnsel (Blutkoagel) aufreißen kann.
Zudem liegen die Oberkiefer-Weisheitszähne oft nahe an der Kieferhöhle. Wenn beim Niesen Luft und Keime in die Wunde gedrückt werden, erhöht sich auch die Gefahr einer Kieferhöhlenentzündung.
Vorsichtiges Schnäuzen ist in den meisten Fällen jedoch absolut unproblematisch. Wenn das Niesen nicht zu verhindern ist, empfiehlt es sich zu versuchen, „mit offenem Mund“ zu niesen, um einen gewissen Druckausgleich zu bewirken und die Belastung zu verringern.
Wann werden die Fäden gezogen?
Wann die Fäden gezogen werden, hängt von den folgenden Faktoren ab:
- Ort der OP-Wunde
- Größe der OP-Wunde
- eventueller Einsatz von Schwämmchen oder Drainagen
Im Schnitt werden die Fäden etwa 7 Tage nach der Extraktion der Weisheitszähne gezogen. Bei einigen Patienten werden die Fäden aber auch früher oder später entfernt. Gründe für eine spätere Entfernung der Fäden können Nachblutungen oder eine plastische Deckung sein.
Ist das Fädenziehen schmerzhaft?
Das Fädenziehen ist eine Standardprozedur, die in wenigen Minuten erledigt ist und in der Regel wenig bis gar keine Schmerzen verursacht. Da die Wunde bereits weitgehend verheilt ist, spüren die meisten Patienten lediglich ein kurzes, leicht unangenehmes Ziehen, wenn der Faden extrahiert wird.
Was ist eine Plastische Deckung?
Sind im Oberkiefer Weisheitszähne verlagert, kann es notwendig werden, zu ihrer Entfernung die Kieferhöhle oder Nasenhöhle zu öffnen. Die dabei entstehende Öffnung wird nach der Zahnentfernung durch einen dichten Wundverschluss, plastische Deckung genannt, geschlossen.
Für wie lange werde ich nach Ziehen der Weisheitszähne krankgeschrieben?
Im Schnitt werden Patienten, denen die Weisheitszähne entfernt wurden, für drei bis sieben Tage krankgeschrieben. Nach einer Woche erfolgt meist eine Kontrolle durch den behandelnden Zahnarzt oder Oralchirurgen. Bei Bedarf wird er Ihre Krankschreibung verlängern.
Wie lange sollte man auf körperliche Arbeit nach einer Weisheitszahn-OP verzichten?
Nach einer Weisheitszahn-OP sollte in der Regel mindestens 3 bis 5 Tage starke körperliche Belastungen vermieden werden, um eine Beeinträchtigung der Wundheilung und Nachblutungen zu vermeiden. Bei einem verzögerten Heilungsverlauf können sogar 7 bis 10 Tage angeraten sein.
Unsere Empfehlungen in der Schnellübersicht
| Aktivität | Wieder erlaubt ab…* | Zusatzhinweis |
|---|---|---|
| Normale Bewegung, Spazierengehen | Tag 1 – 2 | Anstrengungsarme Betätigungen, in Maßen |
| Körperlich leichte Arbeit (bspw. Büro / Homeoffice) | Tag 1 – 3 | Bei gutem Allgemeinbefinden |
| Körperlich anstrengende Arbeit (bspw. Bauhandwerk, Pflege, Gastronomie) | Tag 5 – 10 | Schwellungen / Blutungen abgeklungen, Schmerzfrei |
| Sport (Fitness, Krafttraining, Radfahren, Schwimmen) | Tag 7 – 14 | Nach vollständiger Ausheilung |
| Sauna, Solarium | Tag 7 – 14 | Wärme erhöht Chance auf Nachblutungen |
| Flugreisen | Tag 3 – 5 | Sicherer bei längerer Ruhephase |
Wie lange darf ich nach Extraktion der Weisheitszähne keinen Sport treiben?
Auf Sport sollten Sie nach dem Ziehen der Weisheitszähne etwa zwei Wochen lang verzichten, da dieser den Blutdruck erhöht, wodurch es zu Nachblutungen kommen kann. Den Besuch von Sauna und Solarium sollten Sie ebenfalls auf einen Zeitpunkt nach der völligen Ausheilung des Zahnfaches legen.
Wie lange darf ich nach der OP nicht rauchen?
Rauchen gefährdet die Wundheilung. Deshalb sollten Sie nach dem Eingriff bis zur endgültigen Heilung und am besten auch einige Tage vor der Weisheitszahn-Operation nicht rauchen.
Wie pflege ich meine Zähne nach der Weisheitszahn-OP?
Wir empfehlen unseren Patienten, die Zähne 24 Stunden nach dem Eingriff nicht zu putzen. Anschließend dürfen Sie die Zähne unter Aussparung des Wund-Areals wieder mit einer weichen Zahnbürste und Zahnseide reinigen. Hilfreich und vorbeugend gegen Entzündungen sind auch Spülungen mit Mundwasser, das Chlorhexidin enthält. Diese sind allerdings nicht für den Dauergebrauch geeignet. Ihr Zahnarzt in Herne wird Ihnen alle wichtigen Informationen zur Pflege Ihrer Zähne nach dem Eingriff noch einmal mit auf den Weg geben.
Was darf ich nach einer Weisheitszahn-OP essen?
Wir empfehlen Ihnen, nach dem Eingriff erst einmal ein paar Stunden nichts zu essen. Wasser und nicht zu heißen Tee (keinen Schwarztee!) dürfen Sie aber trinken. Danach können Sie mit einer Suppe oder einer breiigen Speise beginnen, um Schmerzen beim Kauen zu verhindern. Diese Ernährungsweise können Sie auch noch einen weiteren Tag beibehalten, wenn Sie sich gut damit fühlen.
Vermeiden Sie während der Wundheilungsphase den Verzehr von Vollkornprodukten oder anderen “krümeligen” Lebensmitteln, da Körner und Krümel zu Entzündungen im operierten Areal führen können.
Nahrungsmittel welche die Wundheilung fördern
- Proteinreiche Kost: z.B. Eier, Fleisch, grünes Gemüse, Kartoffeln …
- Vitamin A: z.B. Süßkartoffeln, Möhren, Brokkoli, Spinat …
- Weiche Kost: z.B. Brühen, Suppen, Püree, Apfelmus, Rührei, Haferbrei, Pfannkuchen …
- Kalte Lebensmittel: z.B. Eis, Wassereis, Wackelpudding, Pudding (ohne Milch) …
Welche Nahrungsmittel Sie vermeiden sollten
- Alkohol
- Koffein
- schwarzer Tee
- Energy Drinks
- Milchprodukte
- Weintrauben, Rosinen, Kirschen, Beeren
- Nüsse, Walnüsse
- Scharfes Essen und Gewürze
Auf den Genuss von Kaffee, schwarzem Tee und Energy Drinks sollten Sie in den ersten Tagen nach der Weisheitszahn-OP komplett verzichten. Das in diesen Getränken enthaltene Koffein steigert den Blutdruck. Je höher der Blutdruck, umso größer das Risiko von Nachblutungen. Da Alkohol die Blutgerinnung hemmt, sollten Sie auch alkoholhaltige Getränke auf jeden Fall meiden.
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Stimmt es, dass man nach einer Weisheitszahn-OP auf Milchprodukte verzichten sollte?
Der Verzicht auf Milchprodukte nach einer Weisheitszahnentfernung wird in den aktuellen zahnmedizinischen Leitlinien nicht gefordert. Eine Gefährdung des Heilungsprozesses durch den Konsum von Milchprodukten ist derzeit ebenfalls nicht belegt. (Vgl. Artikel ZM Online)
Wer möchte, kann zumindest in den ersten Tagen nach einer Weisheitszahn-Operation auf Milchprodukte zu verzichten, um die Keimbelastung zu verringern. Das gilt umso mehr für feste, krümelige oder klebrige Nahrungsmittel auf Milchbasis, wie beispielsweise Hartkäse, da sich in der OP-Wunde Speisereste sammeln können, die die Wundheilung beeinträchtigen.
Milde, weiche oder flüssige Milchprodukte sind in den meisten Fällen jedoch spätestens nach einigen Tagen unbedenklich. Ein genereller, uneingeschränkter Verzicht über einen längeren Zeitraum ist also nicht zwingend notwendig.
Weisheitszähne bei Kindern & Jugendlichen
Bei vielen Jugendlichen und Heranwachsenden bereiten Weisheitszähne beim Durchbruch Probleme, z.B. durch Platzmangel, Teildurchbruch oder Verlagerung. Welche Informationen für die Eltern nun wichtig sind, um über die nächsten Schritte entscheiden zu können, das erläutert Dr. Rüdiger Mintert von der Zahnärztlichen Praxisklinik Herne in diesem Video.
Folgende Fragen werden beantwortet:- Wie entwickelt sich ein Weisheitszahn?
- Was können Röntgenbilder über die Ausbildung von Weisheitszähnen verraten?
- Was bedeutet „Platzproblem“ im Zusammenhang mit Weisheitszähnen?
- Welche Rolle spielt die Kieferorthopädie?
- Wo finden Eltern weitere hilfreiche Informationen? (z.B. in den Leitlinien der Bundeszahnärztekammer)
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Mehr InformationenKosten einer Weisheitszahnentfernung
Schnellübersicht: Was übernimmt die GKV
| Leistung | Kostenübernahme (GKV) |
|---|---|
| Voruntersuchung und Aufklärung | + |
| Röntgenbilder | + |
| Örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) | + |
| Vollnarkose (bei med. Indikation) | + |
| Operative Entfernung der Weisheitszähne | + |
| Medikamente zur Schmerzbehandlung und Antibiotika | Teilweise – mit gesetzlicher Zuzahlung |
| Nachsorge und Kontrolle | + |
Kostenpflichtige Zusatzleistungen (Selbstzahlerleistungen der GKV)
| Zusatzleistung | Kostenübernahme (GKV) | Kosten |
|---|---|---|
| 3D-Röntgenbilder (DVT) | – | ~ 200 € |
| Dämmerschlaf (Sedierung) | – | ~ 100 – 200 € |
| Vollnarkose auf Wunsch | – | ~ 250 – 400 € |
Zusammenfassung - Weisheitszähne
- Als Weisheitszahn werden die jeweils letzten Backenzähne einer Zahnreihe bezeichnet.
- In der Regel sind bei Erwachsenen vier Weisheitszähne im Kiefer angelegt.
- Meist brechen Weisheitszähne zwischen dem 16. und 25. Lebensjahr an die Oberfläche.
- Bakterielle Zahnbeläge führen an schwierig zu reinigenden, teilretinierte Weisheitszähnen oft zu Zahnfleischentzündungen oder Karies.
Zusammenfassung - Weisheitszahn OPs
- Ob ein Weisheitszahn entfernt werden muss, hängt u. a. von Lage, Entzündungsgefahr sowie dem Einfluss auf die weitere Gebissentwicklung ab.
- Mehrere Weisheitszähne können innerhalb eines einzigen Eingriffes oder in mehreren Sitzungen entfernt werden.
- Weisheitszähne werden ambulant unter lokaler Betäubung entfernt. Bei Zahnarztangst oder aufwändigeren Eingriffen unter Vollnarkose oder Sedierung.
- Moderne Operationstechniken wie die Piezochirurgie reduzieren postoperative Schwellungen, Schmerzen und Risiken bei der Weisheitszahnextraktion.
- Blutungen und Schwellungen können bis zu 7 Tage nach der Operation auftreten, Schmerzen mit abklingender Intensität bis zu 14 Tagen.
- Fäden können meist bereits nach 7 Tagen gezogen werden.
- Die Kosten für eine Weisheitszahnentfernung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn der Eingriff medizinisch notwendig ist.
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Quellen
-
- Albrecht K. Milchprodukte nach Dentoalveolär-Chirurgie? Zahnärztliche Mitteilungen (zm-online), 2020. Abgerufen am (25.07.25)
- Al-Moraissi EA, Elmansi YA, Al-Sharaee YA, et al. Does the piezoelectric surgical technique produce fewer postoperative sequelae after lower third molar surgery? A systematic review and meta-analysis. Int J Oral Maxillofac Surg. 2016.
- Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG), Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Operative Entfernung von Weisheitszähnen. AWMF-Registernummer: 007-003. 2019
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- Ghaeminia H, Nienhuijs ME, Toedtling V, Perry J, Tummers M, Hoppenreijs TJ, Van der Sanden WJ, Mettes TG. Surgical removal versus retention for the management of asymptomatic disease-free impacted wisdom teeth. Cochrane Database Syst Rev. 2020
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- Korkmaz YT, Kayipmaz S, Senel FC, et al. Does additional cone beam computed tomography decrease the risk of inferior alveolar nerve injury in high-risk cases undergoing third molar surgery? Int J Oral Maxillofac Surg. 2017;46(5):628-635.
- Lodi G, Azzi L, Varoni EM, et al. Antibiotics to prevent complications following tooth extractions. Cochrane Database Syst Rev. 2021. PMID: 33624847
- Petronis Ž, Zigmantavičius J, Gervickas A. Various wound closure ways after impacted lower wisdom teeth removal: A review. Stomatologija. 2020
- Sigron GR, Pourmand PP, Mache B, Stadlinger B, Locher MC. The most common complications after wisdom-tooth removal: part 1: a retrospective study of 1,199 cases in the mandible. Swiss Dent J. 2014
Dr. med. dent. Rüdiger Mintert MOM, M.Sc., M.Sc. ist leitender Zahnarzt der Zahnärztlichen Praxisklinik Herne. Sein klinischer Schwerpunkt liegt in der Implantologie und Oralchirurgie. Er gilt als anerkannter Spezialist für Implantologie im Ruhrgebiet und ist seit vielen Jahren leitend in der ZPK Herne tätig.