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Zahnlücken stören beim Essen und Trinken, beim Sprechen und je nachdem, wo die Zahnlücke besteht, stört sie auch das ästhetische Empfinden der Betroffenen. Zahnlücken bis hin zum komplett zahnlosen Kiefer kann der Zahnarzt oder die Zahnärztin mit einem festsitzenden Zahnersatz oder mit einem herausnehmbaren Zahnersatz versorgen.

Gute Lösung: Herausnehmbarer Zahnersatz auf Implantaten

Der Zahnersatz an sich ist auch wichtig, um die Bisskraft gleichmäßig zu verteilen und um einen Gegenbiss herzustellen. Wenn die medizinische Indikation für einen herausnehmbaren Zahnersatz spricht, gibt es dafür verschiedene Arten. Unter anderem die moderne und komfortable Lösung „herausnehmbarer implantatgetragener Zahnersatz“.

Was ist herausnehmbarer Zahnersatz?

Im Gegensatz zum festsitzenden Zahnersatz ist der herausnehmbare Zahnersatz nicht im Kiefer verankert oder mit anderen Zähnen fest verbunden. Herausnehmbarer Zahnersatz wird so an Implantataufbauten oder an natürlichen Zähnen befestigt, dass er sich zum Reinigen lösen lässt. Bei herausnehmbarem Zahnersatz spricht man im Volksmund auch von den Dritten oder von einem Gebiss. Medizinisch korrekt ist die Bezeichnung „Prothese“. Es gibt verschiedene Arten von herausnehmbarem Zahnersatz und mehrere Möglichkeiten, den herausnehmbaren Zahnersatz im Kiefer zu verankern. Zur Pflege wird der Zahnersatz jeweils herausgenommen. Zahnprothesen, die sie bei uns bekommen, sind übrigens „Made in Germany“, da wir ein eigenes, der Praxis angeschlossenes Dentallabor haben.

Welche Arten von herausnehmbarem Zahnersatz gibt es?

Es gibt zahlreiche Varianten und unterschiedliche Materialien für einen herausnehmbaren Zahnersatz. Jede der Varianten hat Vor- und Nachteile, die wir Ihnen hier skizzieren. Gern beraten wir Sie bei einem persönlichen Termin, wenn Sie weitere Fragen haben.

Als Zahnmediziner stellen wir – zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten – an einen herausnehmbaren Zahnersatz diese Ansprüche:

  • Die medizinische Indikation für einen herausnehmbaren Zahnersatz ist gegeben.
  • Die Lösung ist komfortabel, funktionell, stabil, langlebig, ästhetisch und bezahlbar.

Nach einer eingehenden Untersuchung präsentieren wir Ihnen mögliche Lösungen und Alternativen sowie die jeweiligen Kosten. Es gibt dabei drei generell verschiedene Arten von herausnehmbarem Zahnersatz, die sich jeweils noch unterteilen in weitere Lösungen:

  • die Teilprothese
  • die Vollprothese
  • die implantatgetragene Prothese

Alle Arten von Zahnprothesen stellen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im praxiseigenen Dentallabor sorgfältig und mit besten Materialien her.

1. Die Teilprothese und Arten der Teilprothese

Eine Teilprothese wird dann angefertigt, wenn nicht alle Zähne fehlen. Die am häufigsten eingesetzten Arten von Teilprothesen sind die Teleskopprothese, die Geschiebeprothese und die Modellgussprothese.

Modellgussprothesen

Eine Modellgussprothese, kurz MOG genannt, wird mit Klammern aus Metall an einigen gesunden Zähnen so befestigt, dass sie von selbst einrastet. Mit einem Handgriff kann die Modellgussprothese wieder gelöst werden, was für einige Patientinnen und Patienten allerdings nicht so einfach zu bewältigen ist. Für die Modellgussprothese wird zunächst ein Abdruck genommen. Nach dieser Vorlage wird eine Basis aus einer selbst im feuchten Mundklima rostfreien und gesundheitlich unbedenklichen Edelstahllegierung hergestellt. Die Zähne bestehen aus Kunststoff.
Vorteile einer Modellgussprothese:
  • kostengünstige Herstellung
  • leichte Reinigung
  • Erhalt gesunder Zahnsubstanz
Nachteile einer Modellgussprothese:
  • weniger Tragekomfort
  • Metallklammern sichtbar
  • Belastung der geklammerten Zähne

Teleskopprothesen

Bei einer Teleskopprothese werden auf bestimmten eigenen Zähnen die sogenannten Teleskop-Kronen befestigt. Die Teleskopprothese ist mit den entsprechenden Gegenstücken zu den Kronen ausgestattet. Sie wird auf die Kronen geschoben. Dort sitzt die Teleskopprothese einerseits fest genug, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Andererseits ist sie herausnehmbar zur regelmäßigen Pflege.  Die Teleskopprothese besteht aus einer Basis aus Kunststoff, die auf dem Kiefer aufliegt. Auch die Zähne einer Teleskopprothese bestehen aus Kunststoff.
Vorteile einer Teleskopprothese:
  • hoher Tragekomfort
  • fester Halt
  • einfache Mundhygiene
  • ästhetisches Aussehen
  • Erweiterung möglich
Nachteile einer Teleskopprothese:
  • mehr Aufwand
  • mehr Kosten
  • Verlust gesunder Zahnsubstanz

Geschiebeprothesen

Auch bei der Geschiebeprothese werden die Zähne neben der Zahnlücke überkront. An diesen Zähnen und an der Geschiebeprothese werden die sogenannten Geschiebeanteile angebracht. Diese passen genau zusammen, sodass sie nur noch ineinandergeschoben werden müssen. Die Geschiebeprothese besteht in der Regel aus einer Vollgussprothese aus speziellem Edelstahl, dem Geschiebe aus Kunststoff und den Kunststoffzähnen.
Vorteile einer Geschiebeprothese:
  • hoher Tragekomfort
  • fester Halt
  • einfache Reinigung
  • ästhetisches Aussehen
Nachteile einer Geschiebeprothese:
  • keine Erweiterung möglich
  • mehr Aufwand
  • mehr Kosten
  • Verlust gesunder Zahnsubstanz
  • für manche Personen schwer zu handhaben

2. Die Vollprothese

Die Vollprothese oder auch Totalprothese wird in den zahnlosen Kiefer eingesetzt. Sie ersetzt also eine ganze Zahnreihe und ist herausnehmbar. Die Vollprothese besteht aus einer Kunststoffbasis, die in der Farbe des Zahnfleischs hergestellt wird. Diese Basis sitzt direkt auf dem Kiefer auf und trägt eine Zahnreihe – aus zahnfarbenem Kunststoff. Eine Vollprothese muss für einen festen Sitz des Öfteren neu unterfüttert werden, da sich besonders die Knochen des Unterkiefers beim Tragen einer Vollprothese meist zurückbilden.
Vorteile einer Vollprothese:
  • einfache Herstellung
  • kostengünstig
  • einfache Reinigung
Nachteile einer Vollprothese:
  • weniger Tragekomfort
  • oft schlechter Halt
  • mögliche Druckstellen
  • Rückbildung der Kieferknochen

3. Die implantatgetragene Prothese

Bei einer herausnehmbaren implantatgetragenen Prothese ersetzen Implantate aus Titan oder Keramik die erforderlichen Zahnwurzeln. Je nach Knochenangebot und Kiefergröße sind es im Oberkiefer 4-6 Implantate und im stabileren Unterkiefer nur 4 Implantate, die einen vollständigen Zahnersatz im zahnlosen Kiefer tragen. Herausnehmbarer Zahnersatz auf Implantaten ist möglich für Teilprothesen und für Vollprothesen.

Die Zahnimplantate werden im Kiefer verankert. Bei der Einheilungszeit gibt es individuelle Unterschiede. Wichtig sind zum Beispiel das Knochenangebot, das verwendete Implantatssystem und die Frage, ob und wie eine provisorische Versorgung aussieht. Eine besondere Rolle spielt hier auch die 3D-Diagnostik, die als Grundvoraussetzung und Goldstandard für eine präzise und gewebeschonende chirurgische Implantation gilt. Meist beträgt die Zeit zum Einheilen und zur Entwicklung des Weichgewebes 8-16 Wochen. Gern klären wir Ihre Fragen dazu bei einem persönlichen Termin in unserer Zahnarztpraxis.

Nach der Einheilphase wird die individuell angefertigte Prothese auf den Implantataufbauten angebracht.  Die Verbindung zwischen Prothese und Implantat unterscheidet sich je nach verwendetem Befestigungssytem. Bei einer Teleskopprothese geschieht dies beispielsweise durch innerhalb der Prothesenkronen sitzende Außenteleskope, die über die auf dem Implantat sitzenden Innenteleskope geschoben werden. Eine Locator-Prothese wird hingegen über ein Druckknopfsystem aus auf dem Implantat sitzender Patrize und in der Prothese sitzender Matrize befestigt.

Die Implantat-Prothetik ist ein modernes Verfahren, das Patientinnen und Patienten mit herausnehmbarem Zahnersatz höchsten Komfort verspricht. Es werden keine gesunden Zähne beschliffen und durch das Implantat gibt es auch keinen oder nur wenig Knochenabbau.

Vorteile einer implantatgetragenen Zahnprothese:
  • hoher Tragekomfort
  • als Vollprothese und als Teilprothese möglich
  • der ganze Kieferkamm kann abgedeckt werden
  • weniger oder gar kein Knochenabbau
  • Lippen und Weichgewebe werden besser unterstützt und ausgeformt, insbesondere bei langer Zahnlosigkeit
Nachteile einer implantatgetragenen Zahnprothese:
  • mehr Aufwand bei der Herstellung
  • höhere Kosten

Was kosten implantatgetragene Prothesen?

Wie bei den meisten zahnmedizinischen Behandlungen gibt es keine pauschale Antwort auf die Frage, was implantatgetragene Prothesen kosten. Jede Patientin und jeder Patient ist ein Einzelfall, den wir auch so behandeln. Die Kosten für einen implantatgetragenen Zahnersatz sind außerdem nur eines von mehreren Kriterien, nach denen ein herausnehmbarer Zahnersatz beurteilt werden sollte.

Diese Faktoren beeinflussen die Kosten für implantatgetragene Prothesen:

  • Vollprothese oder Teilprothese
  • der Implantattyp
  • das Befestigungssystem: Kugelkopfanker, Locatoren, Stegversorgung, Teleskopkronen
  • notwendiger Knochenaufbau
  • der chirurgische Aufwand
  • das Zahnersatzmaterial: Nichtedelmetalle oder Keramik

Wie pflege ich herausnehmbaren Zahnersatz richtig?

Bakterielle Zahnbeläge und die daraus entstehenden Folgeerkrankungen sind auch beim herausnehmbaren Zahnersatz möglich. Eine mögliche Folge ist Mundgeruch. Darum empfehlen wir Ihnen eine regelmäßige Prophylaxe in unserer Zahnarztpraxis.

Selbstverständlich beraten wir Sie gern zur Pflege Ihres herausnehmbaren Zahnersatzes. So erfahren Sie alles über die bestmögliche Hygiene und über geeignete Pflegemittel für Ihre dritten Zähne. So können Sie zum Beispiel Verfärbungen an der Prothese auch mit Hausmitteln wie weißem Essig oder Natron entfernen.