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Botulinumtoxin (Botox) in der Zahnarztpraxis

Sie leiden unter nächtlichem Zähneknirschen, anhaltenden Kieferschmerzen oder Kopfschmerzen, die sich trotz Aufbissschiene nicht bessern? In der ZPK Herne bieten wir Ihnen mit Botulinumtoxin (Botox) eine medizinisch fundierte Behandlungsoption, die gezielt an der Ursache Ihrer Beschwerden ansetzt – schonend, präzise und auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Botox: Hilfe bei Migräne und Bruxismus
Themen-Überblick
Inhaltsverzeichnis
Themen im Überblick
Was hat Botox mit den Zähnen zu tun?

Was ist Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin Typ A – vielen unter dem Markennamen „Botox“ bekannt – ist ein natürlich vorkommendes Protein, das gezielt überaktive Muskeln entspannt. In der ästhetischen Medizin ist es vor allem als Mittel gegen Falten bekannt.

In der Zahnarztpraxis verfolgen wir damit jedoch ein ganz anderes Ziel: die Behandlung medizinischer Beschwerden, die durch eine übermäßige Beanspruchung der Kiefermuskulatur entstehen.

Wenn die Kaumuskulatur dauerhaft unter Spannung steht – sei es durch unbewusstes Zähneknirschen im Schlaf, durch Stress oder durch eine fehlerhafte Kiefergelenkskoordination – entstehen oft erhebliche Folgebeschwerden: Zahnschäden, Kieferschmerzen, Kopfschmerzen und sogar Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich. Botulinumtoxin setzt genau hier an: Es reduziert die Kraft, mit der die betroffenen Muskeln arbeiten, ohne dabei ihre grundlegende Funktion – das Kauen und Sprechen – zu beeinträchtigen.

Die Wirkung tritt innerhalb von wenigen Tagen ein, ist nach zwei bis vier Wochen vollständig spürbar und hält in der Regel drei bis vier Monate an.

Indikationen

Für wen ist die Behandlung geeignet?

Die Behandlung mit Botulinumtoxin ist in unserer Praxis ausschließlich für medizinische Indikationen vorgesehen. Sprechen Sie mit uns, wenn Sie unter einer oder mehreren der folgenden Beschwerden leiden:

Bruxismus - Zähneknirschen und Zähnepressen

Bruxismus bezeichnet das unwillkürliche Knirschen oder Pressen der Zähne – häufig nachts, oft aber auch tagsüber unter Stress. Betroffene bemerken es mitunter erst durch Hinweise des Partners oder den Zahnarzt. Typische Beschwerden sind ein schmerzender, angespannter Kiefer am Morgen, Kopfschmerzen beim Aufwachen sowie sichtbarer Zahnabrieb.

Botulinumtoxin-Injektionen in den M. masseter (den großen Kaumuskel seitlich des Unterkiefers) reduzieren nachweislich die Kraft der Muskelkontraktionen – und damit die Belastung auf Zähne, Zahnersatz und Kiefergelenk. Die Behandlung ist besonders sinnvoll, wenn eine Aufbissschiene allein nicht ausreichend hilft oder nicht vertragen wird.

CMD - Craniomandibuläre Dysfunktion

CMD beschreibt Funktionsstörungen des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur, die sich in einem breiten Spektrum von Beschwerden äußern können: Kieferschmerzen, eingeschränkte Mundöffnung, Knacken im Kiefergelenk, Schmerzen beim Kauen oder ein Taubheitsgefühl im Gesicht.

Bei CMD steht die konservative Behandlung immer an erster Stelle – also Physiotherapie, Schienentherapie, gezielte Kieferübungen und ggf. Verhaltensberatung. Wenn diese Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann Botulinumtoxin als ergänzende Therapie in Betracht gezogen werden. Wir besprechen gemeinsam mit Ihnen, ob und wann dieser Schritt für Sie sinnvoll ist.

Chronische Kopfschmerzen mit Zusammenhang zur Kiefermuskulatur

Kiefer und Kopf hängen enger zusammen, als viele denken. Der M. temporalis, ein flacher Kaumuskel an der Schläfe, ist häufig an Spannungskopfschmerzen beteiligt. Auch Migräne und myofasziale Kieferschmerzen treten oft gemeinsam auf. Für Patienten, bei denen Kopfschmerzen mit einer ausgeprägten Kiefermuskelspannung zusammenhängen, kann Botulinumtoxin als Teil eines interdisziplinären Behandlungskonzepts helfen.

Für die Behandlung der chronischen Migräne (mehr als 15 Kopfschmerztage pro Monat) ist Botulinumtoxin von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) offiziell zugelassen und wird in der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) empfohlen. Bitte sprechen Sie in diesem Fall auch mit Ihrem Neurologen, da die Behandlung der chronischen Migräne fachübergreifend abgestimmt sein sollte.

Ablauf

Wie läuft die Behandlung in der ZPK Herne ab?

Schritt 1: Ausführliches Erstgespräch und Diagnostik

Zu Beginn steht immer ein eingehendes Gespräch, in dem wir Ihre Beschwerden, deren Verlauf und Ihre bisherige Behandlungsgeschichte genau erfassen. Mithilfe modernster Diagnostik – darunter unsere digitale 3D-Bildgebung – erhalten wir ein präzises Bild von Kiefer, Kiefergelenk und Muskulatur. Nur auf dieser Grundlage können wir beurteilen, ob Botulinumtoxin für Sie geeignet ist und welche Muskelgruppen behandelt werden sollten.

Schritt 2: Individuelle Behandlungsplanung

Jeder Patient ist anders. Dosierung, Injektionsstellen und das genaue Vorgehen werden individuell auf Ihre Situation abgestimmt. Wir erklären Ihnen jeden Schritt der Behandlung und beantworten alle Ihre Fragen – ohne Zeitdruck.

Schritt 3: Die Injektion

Die Behandlung selbst dauert nur wenige Minuten. Mit sehr feinen Nadeln injizieren wir das Botulinumtoxin gezielt in die zuvor identifizierten Muskeln – in der Regel den M. masseter. Der Eingriff ist für die meisten Patienten gut verträglich. Auf Wunsch sind ergänzende Maßnahmen zur Entspannung möglich; in bestimmten Ausnahmefällen besprechen wir mit Ihnen individuelle Optionen für eine entspannte Behandlung.

Schritt 4: Nachsorge und Kontrolle

Nach zwei bis vier Wochen laden wir Sie zu einer Kontrolluntersuchung ein. Dabei beurteilen wir gemeinsam den Behandlungserfolg und passen bei Bedarf die weitere Therapieplanung an. Je nach Befund und Ihren Wünschen kann die Behandlung in einem Abstand von mindestens zwölf Wochen wiederholt werden.

Botox - Aufziehen einer Injektion
Ihr Vertrauen ist unsere Motivation
Wissenswertes

Was Sie vor und nach der Behandlung wissen sollten

Vor der Behandlung:

Nach der Behandlung:

Unser Anspruch

Sicherheit und Risiken – ehrlich und transparent

Botulinumtoxin wird in der Medizin seit Jahrzehnten sicher eingesetzt. In den für uns relevanten Dosierungen und Anwendungsgebieten ist das Verfahren gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen – leichte Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle oder ein vorübergehendes Gefühl von Kauschwäche – sind mild und klingen von alleine ab.

In seltenen Fällen kann es durch Diffusion des Wirkstoffs zu kurzzeitigen Veränderungen im Bereich der Gesichtsmuskulatur kommen. Diese sind stets vorübergehend und bilden sich vollständig zurück.

Wir verfolgen in der ZPK Herne eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber Verharmlosung: Wir nennen Ihnen im Gespräch alle relevanten Risiken und besprechen gemeinsam, ob die Behandlung für Sie die richtige Wahl ist.

Behandlungskosten

Kostenübernahme – was zahlt die Krankenkasse?

Die Behandlung mit Botulinumtoxin bei Bruxismus und CMD ist in Deutschland keine Kassenleistung und wird als Selbstzahlerleistung (IGeL) abgerechnet. Die Kosten richten sich nach dem Umfang der Behandlung. In einem persönlichen Beratungsgespräch erstellen wir Ihnen einen transparenten Kostenvoranschlag – ohne versteckte Positionen.

Privat versicherte Patienten können die Kosten ggf. bei ihrer Krankenkasse einreichen; ob und in welchem Umfang Erstattung erfolgt, hängt vom individuellen Tarif ab. Wir empfehlen, vorab eine Kostenzusage bei Ihrer PKV einzuholen und helfen Ihnen dabei gerne mit einer entsprechenden Dokumentation.

Über uns

Botox-Behandlung: Warum in die ZPK Herne?

In der ZPK Herne verbinden wir langjährige Erfahrung in der Behandlung von Bruxismus und CMD mit spezifisch erworbener Qualifikation im Bereich Botulinumtoxin.

Feste Zähne an einem Tag
FAQ - Häufige Fragen
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Injektionen werden mit sehr feinen Nadeln durchgeführt und sind für die meisten Patienten gut tolerierbar. Ein leichtes Druckgefühl ist möglich, klingt aber rasch ab.
In der Regel drei bis vier Monate. Die Behandlung kann nach einem Mindestabstand von zwölf Wochen wiederholt werden. Mit der Zeit berichten viele Patienten, dass die Abstände zwischen den Behandlungen länger werden.
Nein. Die Kaukraft wird moderat reduziert, aber nicht aufgehoben. Die Muskelfunktion für alle Alltagsaufgaben – Sprechen, Kauen, Lachen – bleibt vollständig erhalten.
Ja, und häufig ist die Kombination sogar sinnvoll. Wir besprechen im Gespräch, welche Kombination aus Schienentherapie, Physiotherapie und Botulinumtoxin für Ihre Situation am besten geeignet ist.
Das hängt von dem jeweiligen Präparat und Ihrer Dosierung ab. Bitte informieren Sie uns im Vorfeld. In vielen Fällen ist die Behandlung trotzdem möglich, erfordert aber besondere Vorsichtsmaßnahmen.
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Besuchen Sie uns für ein Beratungsgespräch und wir zeigen Ihnen das Ihre Ängste mit jedem positiven, neuem Erlebnis verloren gehen. Einfach anrufen 02325 71945 oder Formular ausfüllen, damit auch Sie wieder Lachen können.

Quellen

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