Prophylaxe beim Zahnarzt

Gesunde Zähne durch Prophylaxe beim Zahnarzt

Karies, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Parodontitis sind Zivilisationskrankheiten der modernen Zeit und rücken unseren Zähnen zunehmend auf den Schmelz.

Dagegen lässt sich vorbeugend etwas tun.

Mit einer effizienten, regelmäßigen Zahnprophylaxe ist es möglich, dem schleichenden Zahntod ein Schnippchen zu schlagen. Menschen, die ihre Zähne gut pflegen und zur regelmäßigen Prophylaxe ihren Zahnarzt aufsuchen, benötigen oft bis ins hohe Alter keinen Zahnersatz.
Die Zahnklinik Herne, bekannt für ihr umfassendes Vorsorge- und Prophylaxe-Programm, verfügt über hervorragende diagnostische Möglichkeiten, Erkrankungen des Kauapparates bereits im Frühstadium zu erkennen. Zusätzlich setzen die Zahnärzte der ZPK modernste Methoden und technische Hilfsmittel ein, um Prophylaxemaßnahmen wie die professionelle Zahnreinigung noch sehr viel effizienter zu gestalten. Zahnprophylaxe und eine spielerische Sensibilisierung für die richtige Zahnpflege beginnt in der Zahnklinik Herne übrigens bereits bei den Kleinsten.

Zahnprophylaxe – was ist das?

Unter den Begriff Zahn-Prophylaxe (kurz: Prophylaxe) fallen alle Maßnahmen, die eine Entstehung oder ein Fortschreiten von Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates verhindern sollen. Sie zielen darauf ab, die Ursachen für die Entstehung von Karies, Zahnfleischentzündung und Parodontitis zu beseitigen. Zahnprophylaxe ist auch dann von Bedeutung, wenn es darum geht, einmal erreichte Behandlungserfolge (z. B. durch eine Parodontitis-Behandlung) langfristig zu bewahren.

Prophylaxe-Maßnahmen

  • Vorsorge-Checks (mindestens 2 x jährlich)
  • regelmäßige digitale Röntgenaufnahmen (extrem strahlungsarm)
  • professionelle Zahnreinigung durch unsere speziell ausgebildeten Prophylaxe-Assistentinnen
Zahnprophylaxe Beratung beim Zahnarzt

Zahnprophylaxe durch Vorsorge-Check

Untersuchung von Zähnen, Implantaten und Zahnersatz

Beim Vorsorge-Check handelt es sich um die klassische Munduntersuchung mit dem Spiegel. Wir untersuchen Ihre Zähne auf kariöse Defekte und Verschleiß hin und überprüfen den Zustand von Zahnfüllungen und Zahnersatz wie Implantate und Zahnbrücken. Falls nötig, testen wir mit einem Wärme- oder Kältereiz, ob Ihre Zähne noch vital sind. Dies tun wir, wenn Verdacht besteht, dass die Zahnwurzel eines Zahnes entzündet oder abgestorben sein könnte.

Digitales Röntgen

Regelmäßig machen wir eine digitale Röntgenaufnahme von Ihrem Kauapparat, um eventuelle Erkrankungen rechtzeitig aufzuspüren oder den Verlauf von Behandlungen zu dokumentieren. Dies muss jedoch nicht bei jedem Vorsorge-Check geschehen. Bestehen Verdachtsmomente für eine Zahn- oder Zahnfleischerkrankung, ist eine Röntgenaufnahme jedoch fast immer notwendig.

Untersuchung des Zahnfleisches

Die Untersuchung des Zahnfleisches dient der Feststellung, ob eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder Parodontitis vorliegt. Wichtige Hinweise auf Gingivitis und Parodontitis sind Zahnfleischschwellungen und Blutungen bei bereits leichter Berührung des Zahnfleisches. Mit einer Parodontalsonde wird anschließend die Tiefe der Zahnfleischtaschen gemessen. Die Taschentiefe ist ein wichtiger Indikator dafür, ob eine Zahnfleischentzündung bereits in eine chronische Parodontitis übergegangen ist.

Warum ist Zahnprophylaxe so wichtig?

Prophylaxe ist aus folgenden Gründen wichtig:

  • Erkrankungen der Zähne und des Parodonts (Karies, Gingivitis, Parodontose) können durch Prophylaxe rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
  • Zahnprophylaxe beinhaltet Maßnahmen zur Prävention von dentalen Erkrankungen und hilft so, Zähne langfristig zu erhalten.
  • Zahnprophylaxe kann den Erfolg vorangegangener Behandlungen (Kariesbehandlung, Parodontitis-Behandlung) bewahren.

Welche Ursachen haben Karies und Parodontitis (Parodontose)?

Ursache von Karies

An der Entstehung von Karies, also Löchern in den Zähnen, ist nicht – wie viele glauben – allein der Verzehr von Zucker Schuld, sondern eine Infektion mit Bakterien, vor allem Streptococcus mutans. Bakterien ernähren sich jedoch von Zuckerverbindungen. Je höher also der Verzehr zucker- und stärkehaltiger Speisen, desto stärker können sich die Karies-Bakterien vermehren und mit ihren säurehaltigen Abfallprodukten den Zahnschmelz angreifen.

Zahnprophylaxe in der ZPK Herne

Ursache von Zahnfleischentzündung und Parodontose

Die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ist eine körpereigene Abwehrfunktion gegen krankmachende Keime, die in den Zahnbelägen enthalten sind. Die Entzündung soll verhindern, dass die Bakterien noch tiefer in den Zahnhalteapparat vordringen. Klinisch stellt sie sich als Rötung, Zahnfleischschwellung und Zahnfleischbluten dar. Eine Gingivitis kann durch Entfernung der Zahnbeläge und eine verbesserte häusliche Zahnhygiene komplett ausheilen.

Findet keine Behandlung der Gingivitis statt und sammeln sich weitere Zahnbeläge an, bricht die Entzündung entstandene Barriere gegenüber den Bakterien schließlich zusammen. Die Stoffwechselprodukte der Bakterien, aggressive Säuren, zerstören zunächst die Haltefasern, mit denen die Zähne im Knochen verankert sind. Das Zahnfleisch löst sich von der Zahnwurzel und bildet Zahnfleischtaschen aus, in denen sich noch mehr Zahnbeläge ansammeln. Das Zahnfleisch geht weiter zurück, und schließlich dringen die Bakterien tief ins Gewebe vor. Bei einigen Menschen kommt es nun zu einer Fehlsteuerung des Immunsystems, wobei sich die Entzündung gegen das eigene Gewebe einschließlich des Kieferknochens richtet. Zum Zahnfleischschwund kommt nun ein Knochenverlust hinzu. Findet an dieser kritischen Marke immer noch kein Behandlung statt, lockern sich die Zähne und fallen aus.

Eine unzureichende Mundhygiene und die bakteriellen Zahnbeläge sind demnach nicht alleinige Ursache für die Ausbildung einer Parodontitis. Es kommt immer darauf an, wie das Immunsystem eines Menschen mit der Bakterienlast fertig wird. Neben diesen Faktoren spielen auch Diabetes, Rauchen, Stress und hormonelle Einflüsse (z. B. durch Schwangerschaft) eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Parodontitis.

Professionelle Zahnreinigung in Herne

Die professionelle Zahnreinigung (PZR / PA-Behandlung) in der Zahnklinik Herne beugt den schädlichen Einflüssen von bakteriellen Zahnbelägen vor und ist deshalb für jeden Menschen sinnvoll. Wir empfehlen unseren Patienten, mindestens einmal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durch eine unserer bestens geschulten zahnmedizinischen Prophylaxe-Helferinnen vornehmen zu lassen. Patienten mit besonders hohem Karies- und/oder Parodontitis-Risiko sollten uns in noch kürzeren Intervallen aufsuchen. Wichtig ist jedoch, dass zum Zeitpunkt der professionellen Zahnreinigung keine akute Karies besteht, da die Bakterien durch den Reinigungsprozess noch tiefer in den Zahn „gedrückt“ werden könnten.

Unterstützende Parodontitistherapie (UTP)

Patienten die an einer Parodontitis erkrankt sind und eine Parodontitis-Behandlung in der Zahnklinik Herne hinter sich haben, genießen den Umstand, dass Ihr Zahnfleisch nicht mehr entzündet ist und blutet. Allerdings ist es mit einer Parodontitisbehandlung alleine nicht getan. Damit der Behandlungserfolg langfristig bestehen bleibt, raten wir unseren Patienten zur unterstützenden Parodontitistherapie (UTP) in einem Turnus von drei bis vier Monaten.

Im Prinzip handelt es sich bei der unterstützenden Parodontitistherapie um eine professionelle Zahnreinigung, die um eine antiinfektiöse Parodontaltherapie ergänzt wird. Durch die UTP soll die (weitere) Bildung von Zahnfleischtaschen sowie eine erneute Zahnbettentzündung vermieden werden.

Zahnpflege Tipps – Nützliches rund um die Prophylaxe:

  1. Eine Zahnbürste mit endgerundeten Kunsstoffborsten und kurzem Kopf ist aller Zahnreinigung Anfang.
  2. Bürsten wechseln, bevor sie zu “Schrubbern” werden: alle zwei bis drei Monate eine neue.
  3. Zahnseide (ab 13/14 Jahre) und Mundspiegel sorgen als ständige Begleiter der Zahnbürste für Gründlichkeit.
  4. Fluoridhaltige Zahnpasta ohne zu große Schleifkörper ist einer Zahnpasta für “besonders weiße Zähne” vorzuziehen.
  5. Zähne nach jedem Essen, wenigstens aber nach jeder Hauptmahlzeit “drei Minuten” lang putzen.
  6. Durch kauaktive Nahrung (Vollkornbrot, Rohkost etc.) die Beißwerkzeuge beschäftigen.
  7. Zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten sind “Kariesfutter”! Das gleiche gilt auch für Kartoffelchips!
  8. Bei Naschereien auf das Zahnmännchen mit Schirm achten. Es weist auf zahnfreundliche Süßigkeiten hin.
  9. Zuckerfreier Kaugummi entlastet den Zahnschmelz – wenn er 20 Minuten intensiv gekaut wird – vor allem nach zuckerhaltigen Leckereien “zwischendurch”.

Professionelle Prophylaxe in der Zahnarztpraxis spart langfristig Schmerzen und Geld.

Möchten Sie etwas für Ihre Zahngesundheit tun? Dann vereinbaren Sie doch einfach einen Termin für Prophylaxe und professionelle Zahnreinigung mit uns.