Was ist ein Mesialgebiss?

Unter einem Mesialgebiss versteht man in der Kieferorthopädie einen Biss, der sich entgegen der Norm nach vorn verlagert hat. Der Unterkiefer schließt dabei nicht wie gewöhnlich mit dem Oberkiefer ab, sondern zeigt eine veränderte Lage. Der Begriffsbestandteil „mesial“ bezeichnet dabei die Lage der jeweiligen Struktur und hat einen ähnliche Bedeutung wie „medial“, nämlich „in Richtung der Mittellinie“. In der Zahnmedizin bezieht man sich dabei auf die Mitte des Kiefers. Wird der Begriff „mesial“ für sich gebraucht, kann man sich damit auf einen einzelnen Zahn beziehen, der seine Postion verändert hat. Mit dem Begriff Mesialgebiss bezieht man sich dagegen auf eine gesamte Zahnreihe oder gar den gesamten Kiefer, der sich nach vorne verlagert hat. Das Gegenteil von „mesial“ ist „distal“.