Erfolgreiche Behandlung einer Parodontose

Eine eingehende Parodontitis-Diagnostik ist essentiell für den Behandlungserfolg. Hierzu zählen spezielle Untersuchungsverfahren wie z. B. die Messung der Zahnfleischtaschen-Tiefe. Diese gibt Auskunft darüber, ob es sich bei den entzündlichen Prozessen in Ihrem Mund um eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder bereits eine Parodontitis handelt. Auch ein zusätzlicher Bakterientest kann sinnvoll sein. Er ermöglicht – insbesondere bei aggressiven, therapieresistenten Parodontitis-Formen – eine begleitende Therapie mit Antibiotika. Das Testergebnis ermöglicht es dem Zahnarzt, die Auswahl des eingesetzten Antibiotikum perfekt auf die beim Patienten individuell wirkenden schädlichen Bakterien abzustimmen.

Nach der Diagnose “Parodontitis” klären wir ab, welche Maßnahmen in Ihrem persönlichen Fall den besten Erfolg versprechen! In der Regel gliedert sich eine Parodontitis-Behandlung in mehrere Phasen:

  1. die Initialtherapie mit
    • Hygienephase und
    • eigentlicher Parodontitis-Behandlung
  2. bei Bedarf Geweberegeneration, beispielsweise durch
    • Rezessionsdeckung zum Aufbau des Zahnfleischgewebes
    • Knochenaufbau
  3. lebenslange unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT) zum langfristigen Erhalt des Behandlungserfolges

Initialtherapie

Die Initialtherapie zielt auf die vordringlichste Maßnahme ab: die bakterielle Infektion zu behandeln. Sie gliedert sich in Hygienephase und Parodontitis-Behandlung.

Hygienephase

Eine erste Entfernung der Parodontitis-Bakterien an Zähnen und in den Zahnfleischtaschen erfolgt durch eine professionellen Zahnreinigung. Diese wird von unseren ausgebildeten Dental-Hygienikerinnen durchgeführt. Hierzu reinigt unsere Fachkraft mit speziellen Apparaturen die Zahn- und Zahnwurzel-Oberflächen, den Zahnfleischsaum und die Zahnzwischenräume. Nach der Reinigung werden die Zähne mit einer Politur-Masse geglättet. Zuletzt trägt die Dental-Hygienikerin ein Fluorid-Gel auf, welches dafür sorgt, dass sich die aufgerauten Zahnoberflächen wieder schließen.

Handelt es sich lediglich um eine Zahnfleischentzündung und nicht bereits um eine Parodontitis, stehen die Chancen gut, dass sich das Zahnfleisch erholt, abschwillt und wieder an die Zahnhälse anlegt. Werden eine gute häusliche Mundhygiene und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen langfristig beibehalten, kann die Zahnfleischentzündung

Parodontitis-Behandlung (Parodontal-Therapie)

Die Parodontitis-Behandlung schließt sich an die Hygienephase an, wenn diese alleine nicht ausreicht, um die Entzündung in den Griff zu kommen. Dies ist immer bei fortgeschrittenen Entzündungsprozessen der Fall, die bereits das klinische Bild einer Parodontitis aufweisen. Meist sind in diesen Fällen die Zahnfleischtaschen bereits sehr tief, das heißt tiefer als 4 mm. Die Parodontal-Therapie oder auch Parodontitis-Behandlung zur Reinigung der Zahnfleischtaschen wird ausschließlich vom Zahnarzt unter lokaler Betäubung durchgeführt.

Die Entfernung der weichen Zahnbeläge (Plaque) und des Zahnsteins aus den Zahnfleischtaschen erfolgt sanft mit speziellen Handinstrumenten. Nach der Reinigung werden die Wurzeloberflächen wie bei der professionellen Zahnreinigung geglättet. Dies ist wichtig, weil Zahnbeläge auf rauen Zahnoberflächen viel leichter haften bleiben.

Bei einer besonders stark ausgeprägten Parodontitis erfolgt anschließend eine Behandlung mit Antibiotika und / oder Chlorhexidin-Präparaten. Chlorhexidin-Mundlösungen haben eine antibakterielle Wirkung.

Ängstliche Patienten können sich im Vorfeld der Behandlung auch für eine Vollnarkose oder Sedierung entscheiden.

Eine optimale Ergänzung der klassischen Parodontitis-Behandlung stellt die Lasertherapie dar, über die Sie weiter unten mehr erfahren.

In besonders schweren Fällen kann eine offene Parodontosebehandlung notwendig werden. Diese ist mit einem kleinen chirurgischen Eingriff verbunden.

Geweberegeneration nach der -Initialtherapie

Aufbau des Zahnfleischgewebes

Nachdem die Erstbehandlung für eine entzündungsfreie Umgebung gesorgt hat, legt sich das Zahnfleisch allmählich wieder an die Zahnhälse an. Problematisch: Normalerweise sind der Zahn und das Knochenfach über einen stabilen Faserapparat miteinander verbunden. Diese Verbindung kann nach erfolgter Parodontits Behandlung ohne Hilfe von außen nicht mehr hergestellt werden. Anstelle des ursprünglichen Faserapparates bilden sich stattdessen Bindegewebe (Narbengewebe) zwischen Zahn und Knochenfach und das sogenannte Saumepithel. Hierdurch kommt es nicht nur zu funktionellen Einbußen beim Zahnhalteapparat, sondern auch zu einer leichteren Neubesiedlung der Zahnfleischtaschen durch schädliche Bakterien.

Hier kann der Zahnarzt für Oralchirurgie eingreifen, indem er dem Körper Unterstützung beim Wiederaufbau des Zahnhalteapparates bietet. Für die Geweberegeneration bei ausgeprägten, parodontalen Defekten als Folge einer Parodontitis bieten sich unterschiedliche Methoden wie zum Beispiel die Rezessionsdeckung an. Hier haben sich das freie Schleimhauttransplantat (FST), freie Bindegewebstransplantat (BGT) oder der Verschiebelappen bewährt. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer regenerierender Maßnehmen, über die wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch aufklären.

Knochenaufbau nach Knochenverlust durch Parodontose

Hat eine Parodontitis bereits zu einem Knochenabbau geführt, kann nach der Parodontitis-Behandlung ein Knochenaufbau notwendig werden.Hierzu bringt der Zahnarzt für Oralchirurgie künstliches Knochenersatzmaterial oder Eigenknochen in die Knochentasche des Zahnes ein. Knochenersatzmaterialien werden mit der Zeit abgebaut beziehungsweise zu körpereigenem Knochengewebe umgebaut.

Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT)

Nach abgeschlossener Parodontitis-Behandlung sollte in einem regelmäßigen Turnus lebenslang eine auf die individuelle Parodontitis-Problematik abgestellte professionelle Zahn- und Zahnfleischreinigung erfolgen, um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern.

Parodontitis-Behandlung mit Laser

Die minimalinvasive Laserbehandlung im Vorfeld einer Parodontitis-Behandlung (Parodontose-Behandlung) ist ein sehr modernes und maximal schonendes Verfahren zur Behandlung der Entzündung in den Zahnfleischtaschen. Wir Zahnärzte der Zahnklinik Herne haben mit dieser Option bereits sehr viele gute Erfahrungen gemacht.

Wie funktioniert die Laserbehandlung?

Zunächst benetzen wir sämtliche weichen und harten Zahnbeläge (Plaque und Konkremente) in den Zahnfleischtaschen mit einem speziellen Farbstoff. Anschließend richten wir zur Aktivierung des Farbstoffs das Licht eines des Softlasers auf die entsprechenden Stellen. Diese Prozedur ist brennt nicht und ist absolut schmerzfrei. Die vom Laser erzeugte Hitze zerstört einen großen Teil der Bakterien in den Zahnfleischtaschen bereits im Vorfeld der folgenden klassischen Parodontitis-Behandlung. Entsprechend gelangen bei der Folge-Behandlung weitaus weniger aktive Bakterien in den Blutkreislauf. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil die Bakterienlast bei einer Parodontose in engem Zusammenhang mit anderen inneren Erkrankungen steht.

Welche Vorteile hat die Laser bei der Behandlung von Parodontose?

  • Die schonende Behandlung gestaltet sich vollkommen schmerzfrei und dauert maximal eine Stunde pro Sitzung.
  • Das Zahnfleischbluten hört nach einigen Sitzungen oft komplett auf.
  • Die Laserbehandlung dezimiert die Parodontitis-Bakterien bereits vor der eigentlichen Parodontitis-Behandlung. Dadurch gelangen bei dieser weniger Bakterien in den Körper.
  • Die Lasertherapie begünstigt einen nachhaltigen Behandlungserfolg.

Die Lasertherapie ist eine erschwingliche Privatleistung, die sich besonders stark auszahlt.

Führt eine unbehandelte Parodontitis zu Folgeerkrankungen?

parodontose folgeerkrankungen

Eine Parodontitis kann den gesamten Organismus belasten. Studien führten zu dem Ergebnis, dass Menschen mit Parodontitis häufiger an Arteriosklerose erkranken und einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden.

Bei Diabetikern mit Parodontitis wird beobachtet, dass sie größere Schwierigkeiten haben, ihren Blutzucker zu kontrollieren. Einige nehmen sogar an, dass eine Parodontitis die Entstehung eines Diabetes sogar begünstigen kann.

Eine wechselseitige Beziehung wurde auch zwischen dem Bestehen einer Parodontitis und einem erhöhten Risiko für Frühgeburten oder ein niedriges Geburtsgewicht beobachtet.

Grundsätzlich gilt, dass die genannten Erkrankungen und Bedingungen nicht unbedingt mit einer Parodontitis in Zusammenhang stehen müssen, sondern auch andere Ursachen haben können.

Wie Sie sehen, kann eine rechtzeitige Parodontitisbehandlung nicht nur langfristig Ihre Zähne retten, sondern kommt Ihrer gesamten Gesundheit. Das ist doch ein gutes Argument für die zügige Vereinbarung eines Prophylaxe-Termins. Rufen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gerne.

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