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Zahnärztliche Praxisklinik Herne

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Das Unheil, das vom Kiefer kommt, craniomandiblären Dyfunktionen (CMD)
07.10.2008

Haben die Kaugelenke ein Problem, muss meist auch der ganze Körper leiden.

Ein unüberhörbares Knacken beim morgendlichen Gähnen ist oft der erste deutliche Hinweis, dass mit dem Kiefergelenk etwas nicht stimmt. da das Geräusch zwar unangenehm sein kann, der Betroffene aber noch keine Schmerzen hat, wird es häufig ignoriert. "Ein großer Fehler" sagt Frau Dr. Dorothee Wiedemann. Die Herner Zahnärztin ist speziealisiert auf die Behandlung von Craniomandibulären Dysfunktionen (CMD). Dabei handelt es sich um Funktionsstörungen des Kauapparats, die durch eine Fehlstellung zwischen dem Schädel und dem Unterkiefer verursacht werden. Ein weitverbreitetes Phänomen. Allerdings sind die Bewegungseinschränkungen nicht für jeden im Alltag so deutlich spürbar, dass sie dringend behandelt werden müssen.
Die Verschiebung des Kiefers gegeneinander führt langfristig jedoch zu einer stärkeren Belastung einer Körperhälfte, dei den gesamten Körperbau in eine Schieflage bringen kann. "Jeder Köperteil ist über die Muskeln und Sehnen miteinander verbunden" erklärt Dr. Dorothee Wiedemann. Bewegungen ziehen sich daher wie eine Kettenreaktion von oben nach unten durch den ganzen Körper. Eine ungleiche Beanspruchung hat zur Folge, dass Muskelgruppen nur einseitig angespannt werden und sich bei dauerhafter Fehlbelastung ungleichmäßig verkürzen. "Ein Zustand, den der Körper eine ganze Weile kompensieren kann, ohne dass es der betroffenen Person auffällt" meint Dr. Wiedemann.
Auf Dauer verursacht diese Fehlhaltung jedoch Schmerzen, und zwar zumeist an den typischen Schwachstellen der Betroffenen. Die häufigsten Symptome sind daher nicht Schmerzen im Kiefergelenk, sondern Kopf-, Schulter-,Rücken- oder Hüftschmerzen. Es können sich aber auch Schluckbeschwerden, Schwindelgefühle oder Ohrgeräusche (Tinnitus) einstellen. Bei diesem diffusen Krankheitsbild haben viele Patienten oft bereits eine wahre Ärzteodyssee hinter sich, bevor sie schließlich beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden und der richtigen Diagnose landen.

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