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Zahnärztliche Praxisklinik Herne
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Implantation direkt nach Zahnverlust; wie geht das überhaupt? ...die Sofortimplantation

Rund 600.000 künstliche Zahnwurzeln setzen Zahnärzte jedes Jahr in Deutschland ein. Sie dienen als Basis für einzelne künstliche Zähne oder als Anker für Brücken, festsitzende oder herausnehmbare Prothesen.
Bei einer klassischen Implantation liegen zwischen der Extraktion des Zahnes und dem Einsetzen der künstlichen Zahnwurzel mehrere Monate Die moderne Zahnmedizin macht heute in vielen Fällen eine Sofortimplantation möglich, bei der das Implantat direkt oder nur wenige Wochen nach der Zahnextraktion ins das Zahnbett eingesetzt wird.

Eine Sofortimplantation bringt für den Patienten zahlreiche Vorteile mit sich, denn durch die sofortige Versorgung des Implantats mit einer provisorischen Krone können sich die umliegenden Zähne nicht verschieben. Außerdem muss der Patient nicht mit einer unschönen Lücke herumlaufen und bleibt gesellschaftsfähig. Einen weitere Vorteil: „Das Implantat hält den Kieferknochen an Ort und Stelle und verhindert den sonst nach einer Zahnextraktion typischen Rückgang des Kieferknochens und des Zahnfleisches.“

Direkte oder verzögerte Sofortimplantation?

Eine Sofortimplantation kann nur erfolgen, wenn das Zahnfleisch rund um den entfernten Zahn entzündungsfrei ist und wenn genügend Kieferknochen vorhanden ist.
Je nach Fall wird der Implantologe entscheiden, ob das Implantat unter örtlicher Betäubung direkt in einer Sitzung nach der Zahnextraktion eingebracht wird, oder ob mit dem Einsetzen der künstlichen Zahnwurzel ein oder mehrere Wochen gewartet wird. Eine klassische Indikation für die kombinierte Behandlung ist der unfallbedingte Verlust eines Zahnes. Hier kann das Implantat im günstigen Fall direkt mit einer provisorischen Krone versehen werden. Der Patient darf das Implantat bzw. die provisorische Krone sofort ganz vorsichtig belasten. Vorteil dieser Methode ist das hohe Regenerationspotential der Extraktionswunde, welches die Einheilung des Implantates beschleunigt. Allerdings gibt es auch ein Problem: Bei der frischen Wunde gibt es einen Spalt zwischen dem Implantat und dem Implantatbett. Damit dieser mit Knochen vom Köper augefüllt werden kann, muss ein Knochersatzmaterial eingebracht werden.
Daher kann in solchen Fällen die verzögerte Sofortimplantation durchgeführt werden. Das Implantat wird in einem Zeitraum von einer bis zu sechs Wochen nach der Extraktion des Zahnes eingesetzt.

Neueste Technik: Minimalinvasiver Eingriff

Wie bei allen chirurgischen Eingriffen, kommen auch im Bereich Implantation vermehrt minimalinvasive Methoden zum Einsatz. In geeigneten Fällen wird das Zahnfleisch im Rahmen einer Implantation nur an den Stellen mittels Laser entfernt, an denen später das Implantat sitzt. So wird das Aufschneiden des Zahnfleisches vermieden und das Infektionsrisiko verringert. Anschließend wird eine Bohrschablone auf den Kiefer gelegt und der Implantologe bohrt ein Loch in den Kieferknochen. In dieses werden die Implantate eingeschraubt. Bei der schonenden Eröffnung des Zahnfleisches mit dem Laser verschließt dieser die Blutgefäße sofort wieder und es kommt kaum zu Blutungen oder größeren Schwellungen.




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